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Abu
Abu1
Bedeutung
Art Loxodonta africana
Geschlecht Maskulin männlich
Mutter Sabi
Vater Tembo (Colchester)
Geburtsort Tiergarten Schönbrunn
Geburtsdatum 25.04.2001
Halbgeschwister väterlicherseits: Kito†, Jambo, Thabo-Umasai
Nachkommen Tatu Chinara†, Ahorisha†, Tamika, Ayo, unbenannt männlich (Fehlgeburt)
Charakter

Der afrikanische Elefantenbulle Abu wurde am 25. April 2001 nach 643 Tagen Tragzeit im Tiergarten Wien geboren. Seine Mutter Sabi war im Tiergarten Wien von einem Team des Berliner IZW künstlich besamt worden. Abus Vater ist der Bulle Tembo aus dem Zoo Colchester (England). Abu hatte bei seiner Geburt ein Gewicht von nur 80 kg, wie 2001 veröffentlicht wurde.

Im Frühjahr 2005 kam es zu einem schweren Unfall im Tierpark Wien, bei dem Abu einen Pfleger tötete. Auf Videos war zu sehen, wie der Tierpfleger den kleinen Elefanten schlug und ihn schlecht behandelte. Beim Morgentraining drückte er seinen Pfleger Gerd Kohl gegen einen Betonpfeiler und spießte ihn mit dem Stoßzahn auf. Der Elefantenexperte und Ziehvater des Dickhäuters starb.

Am 27. Juli 2006 wurde Abu zusammen mit seiner Mutter Sabi aus Wien an den Zoo Halle abgegeben. Doch auch hier gab es Probleme. Laut Presseberichten würden Mutter und Sohn täglich nur eine Stunde miteinander verbringen dürfen. Dagegen meint der Zoo, diese Vorgehensweise sei nötig, da Abu nun erwachsen werden würde. „Abu geht es in Halle gut, ihn dorthin zu bringen, war absolut richtig.“, so der Tierexperte Harald Schwammer vom Tiergarten Schönbrunn. Mutter und Sohn lebten dort einige Zeit allein, bevor mit Mafuta† am 08.12.2006 die erste Elefantendame aus dem Tierpark Berlin anreiste. Ihr folgten später noch die mit Abu gleichaltrige Tana (eine Tochter des Berliner Afrikanerbullen Tembo) sowie die Kuh Bibi mit ihrer kleinen Tochter Panya, Tanas Halbschwester. Abus Mutter Sabi reiste am 21.07.2009 weiter in den Safaripark Beekse Bergen in die Niederlande.

Abu hat sich am 26. Jänner 2011 erstmals mit der Kuh Bibi gepaart. Bibi brachte am 17.09.2013 Abus ersten Nachwuchs, ein Kuhkalb, zur Welt, das sie aber schon bald darauf angriff und tötete. Das 110 kg schwere Kalb wurde nach ihrem Tod Tatu Chinara+ genannt. Ein ähnliches Schicksal erlitt die jüngere Schwester Ahorisha+ am 22.09.2015, die bei der Geburt ebenfalls von Bibi angegriffen wurde und dabei zu Tode kam.

Der Zoo Halle gab im Juni 2016 bekannt, dass eine Elefantenkuh im britischen Zoo Colchester ertsmals mit Sperma von Abu befruchtet wurde. Die Prozedur war leider nicht erfolgreich.

Am 26.06.2016 wurde Abus 3.Nachwuchs im Zoo Halle geboren. Mutter des weiblichen Kalbes, das auf den Namen Tamika getauft wurde, ist Tana. Sie kümmert sich fürsorglich um ihren Nachwuchs.

Nur gut 5 Wochen nach Tamika wurde Abu erneut Vater, am 03.08.2016 wurde von Panya im Zoo Halle ein kräftiges Bullkalb geboren. Mutter und Sohn sind wohlauf. Der kleine Bulle bekam den Namen Ayo.

Am 07.07.2018 erlitt Bibi eine Fehlgeburt. Bei dem Kalb handelte es sich um ein 15 Monate ausgetragenes Bullkalb, dass nicht lebensfähig war.

  1. 17.09.2013 weiblich Tatu Chinara (Mutter: Bibi) wurde von ihrer Mutter nach der Geburt getötet.
  2. 22.09.2015 weiblich Ahorisha (Mutter: Bibi) wurde von ihrer Mutter nach der Geburt getötet.
  3. 26.06.2016 weiblich Tamika (Mutter: Tana)
  4. 03.08.2016 männlich Ayo (Mutter: Panya)
  5. 07.07.2018 männlich unbekannt Fehlgeburt (Mutter: Bibi)

Da sich die Eröffnung des Umbaus des Dresdener Elefantenhauses weiter hinziehen wird, soll Abu zunächst im Thüringer Zoopark Erfurt für Nachwuchs bei Chupa und Csami sorgen. Ist dieses Vorhaben erfolgreich, soll er anschließend in Dresden bei Drumbo, Mogli und Sawu für Nachwuchs sorgen! Obwohl es allein in Deutschland ganz zu schweigen von allen Europäischen Zoos mindestens 3 andere Zuchtbullen gibt, wartet der Zoo Dresden lieber auf Abu, anstatt einen der vielen anderen Zuchtbullen (Tembo aus Berlin, Tonga aus Hodenhagen oder der bewährte Bulle Tusker aus Wuppertal), die alle drei schon ihre Tochter, mindestens einmal gedeckt haben könnten, zum Decken einzustellen. Die beiden Dresdner Kühe Sawu und Mogli werden also wie so viele andere wertvolle Wildfänge unfruchtbar bleiben und werden nie eine Familie aufbauen können, was sehr schade ist.

Abu soll nun doch nicht nach Dresden sondern nach Erfurt gehen um dort hoffentlich für viel Nachwuchs zu sorgen. Hoffentlich deckt Abu vor seiner Abreise die beiden Elefantenkühe in Halle noch einmal erfolgreich.

Im August 2018 wurde er erneut abgesamt umd sein Sperma in den Zoo Wuppertal gebracht. Dort wurde die 11 Jährige Tika besamt. Im Oktober 2018 wurde ihre Trächtigkeit bestätigt.

WeblinksBearbeiten

Elefanten im Zoo Halle
Afrikanische Elefanten
Kühe: Tana (2001) | Panya (2007) | Tamika (2016)
Bullen: Abu (2001) | Ayo (2016)