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Elefantenhaltung in ToulouseBearbeiten

Von 1978 bis 2004 lebte in Toulouse die Elefantin Tania in Einzelhaltung. Sie wurde 2004 weggegeben. Heute lebt sie in einem Zoo in Rumänien. Geplant wurde schließlich die Haltung und auch Zucht afrikanischer Elefanten. Die dafür vorgesehene Elefantenanlge wurde 2013 eröffnet. Schon vorher allerdings bezogen vier afrikanische Elefanten den Zoo. Sie wurden zuerst vorwiegend im Inneren des Elefantenhauses gehalten. Erst nach Fertigstellung der Anlage im Spätsommer 2013 war  die Nutzung der neuen Freianlage möglich.

Elefanten in ToulouseBearbeiten

2012 kamen die beiden jungen Bullen Pembe und Akili aus dem Zoo Ramat Gan nach Toulouse. Pembe wurde 2001 geboren und ist ein Inzucht-Elefant, dessen Eltern der Zuchtbulle Yossi und seine Mutter Bahati sind. Er ist das vorletzte Kalb seiner Mutter, die nach ihm im Jahr 2006 noch seinen Bruder Boten geboren hat, der wie sein Bruder auch eine Mutter-Sohn Inzucht ist. Sein Charakter ist dominant und eher unberechenbar und impulsiv, was auch daran liegen kann, dass er als der ältere der beiden Bullen vermutlich auch aus Altersgründen eine etwas dominantere Position inne hat als sein (Halb-)Bruder. Akili, ebenfalls ein Sohn von Yossi, ist kein Inzucht-Elefant, sondern der Sohn der bereits verstorbenen Kuh Norris, deren Charakteristikum es ist, dass sie ausschließlich männliche Jungtiere geboren hat. Der Charakter dieses Bullen ist ruhiger und ausgeglichener. Er wurde 2002 geboren und ist deshalb auch in der rangniedrigeren Position, was vielleicht auch seinen Charakter beeinflusst. Beide Bullen sind Nachkommen ostafrikanischer Elefanten.

Anfang 2013 kamen auch zwei Kühe nach Toulouse. Es sind die in Berlin geborene Kuh Matibi und die Kuh Sabi. Beide lebten vorher schon längere Zeit zusammen im Zoo von Osnabrück. Matibi wurde 1999 geboren und kam mit genau 14 Jahren (im idealen Zuchtalter) nach Toulouse. Sabi dagegen ist schon älter, wodurch nicht zu erwarten ist, dass sie noch trächtig werden könnte. Sie wurde ca. 1985 geboren und ist somit etwa gleich alt wie Matibis Mutter Bibi. Matibi wurde vor der Geburt von Bibis zweitem Kalb von der Mutter getrennt und nach Osnabrück gegeben, da die Herde in Berlin zu sehr angewachsen war. Matibi hat trotzdem eine gewisse Erfahrung mit Jungtieren gesammelt, da sie in Berlin zuerst mit ihren jüngeren Halbschwestern Tana und Kariba zusammenlebte. Beibe Kühe wurden mittlerweilen mit den jungen Bullen zusammengführt und es soll schon zu Paarungen von Matibi mit den jungen Bullen gekommen sein. Matibi ist allerdings eine südafrikanische Elefantin.

Arterhaltungszucht afrikanischer Elefanten in ToulouseBearbeiten

Während die Zuchterfolge bei asiatischen Elefanten heute schon sehr häufig sind und jüngere Weibchen in der Regel heute durchaus gute Fortpflanzungschancen in Zoohaltungen haben, ist dies bei afrikanischen Elefanten leider nicht der Fall. Regelmäßige Zuchterfolge sind bei den Afrikanern eher die Ausnahme. Einerseits mag das am kalten europäischen Klima liegen, andererseits gibt es oft (vor allem unter den adulten Tieren) einen Mangel an Bullen, die auch Paarungserfahrungen haben. Wenn ein erwachsener Bulle stirbt, ist es oft nicht so leicht möglich, ihn sofort durch einen anderen erwachsenen und erfahrenen Bullen zu ersetzen, wodurch es leicht passieren kann, dass die Weibchen zu alt für eine erste Trächtigkeit werden.

In Toulouse leben junge Elefanten. Matibi ist zwar etwas älter als die beiden jungen Bullen, trotzdem aber ist die Anwesenheit von zwei Bullen für Zuchterfolge besser. Auch in Berlin, der Haltung in der Matibi gezeugt und geboren wurde, lebte neben ihrem Vater Tembo der etwa gleichaltrige Asiatenbulle Ankhor im gleichen Elefantenhaus. Die beiden lebten zwar nicht in der gleichen Anlage, waren andererseits aber doch durchaus in der Lage einander zu hören und vermutlich auch imstande, sich geruchlich wahrzunehmen. Dadurch konnten Paarungen sicher leichter zustande kommen, da die Tiere einen Konkurrenten hatten, der sich (von ihnen zwar räumlich nicht erreichbar) auch paaren konnte.

In Toulouse werden die beiden Kühe abwechselnd mit den beiden Jungbullen vergesellschaftet. Einer der beiden jungen Bullen wird immer weggesperrt, während der andere sich bei den beiden Weibchen aufhält. Natürlich weiß der Bulle, der während der Hitzezeit weggesperrt wird, was die anderen Elefanten in seiner Abwesenheit tun. Er kann es riechen, er kann es vielleicht sehen und vermutlich auch verschiedenste Geräusche der Paarungen wahrnehmen. Sein Interesse, sich bei der nächsten sich bietenden Gelegenheit auch selbst zu paaren, wächst natürlich dadurch. Nicht anders ist es auch in der Natur. Junge Bullen unter dreißig Jahren paaren sich in einer Elefantenpopulation (in der nicht alle großen Männchen abgeschlachtet wurden) nur selten, denn meistens werden sie zuerst von stärkeren Tieren vertrieben. Wenn sie überleben, werden sie später selbst stärker und können schwächere Männchen vertreiben.

Normalerweis müsste es in einem relativ warmen Land wie Frankreich zu Zuchterfolgen kommen, wenn solche Idealbedingungen der Gruppenkonstellation vorliegen. Forschungen aus Wien zur Heterothermie bei afrikanischen Elefanten, können vielleicht auch die Zuchterfolge bei diesen schwer zu züchtenden Tieren verbessern. Wie Reptilien, die sich bei Tagesbeginn erwärmen müssen um aktiv und bereit zur Nahrungsaufnahme und Paarung zu sein, könnte man die morgendliche Erwärmumg bei afrikanischen Elefanten auch fördern. Nicht nur durch Heizungstechnik, sondern auch oft durch architektonische Maßnahmen, wie z.B. das Errichten windgeschützter und von der Morgensonne erwärmter Aufwärmzonen in den Elefantenanlagen.

Der Zoo gab 2016 bekannt, dass beide Kühe erfolgreich von Pembe gedeckt wurden, obwohl Sabi schon über 30 Jahre ist. Sabis Fötus verstarb leider. Dafür gebar Matibi am 24.3.2017 ein gesundes Kuhkalb namens Makéba.

Elefanten in der African Safari, Plaisance-du-Touch
Afrikanische Elefanten
Kühe: Sabi | Matibi | Makéba (2017)
Bullen: Pembé (2001)

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