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Annie (Ani) +
Art Elephas maximus
Unterart Elephas maximus sumatranus
Geschlecht Feminin weiblich
Mutter unbekannt
Vater unbekannt
Geburtsort Zoo Bogor, Java (Indonesien)
Geburtsdatum 16.05.2005
Charakter -
Sterbeort Parc Paradisio, Brugelette (Belgien)
Todestag 22/23.03.2013

Annie (oder Ani) war eine junge Asiatische Elefantenkuh im belgischen Pairi Daiza, der in der wallonischen Provinz Hennegau gelegen ist. Sie gehörte zur asiatischen Unterart der seltenen Sumatra-Elefanten und kam am 18.8.2009 zusammen mit dem ein Jahr älteren Valentino im Tierpark von Brugelette an.

Herkunft aus JavaBearbeiten

Ani wurde am 16.05.2005 im javanischen Zoo von Bogor (West-Java), "Taman Safari Indonesia", geboren, der sich auf die Zucht dieser Unterart spezialisiert hat[1]. Zu ihren Eltern und deren Herkunft von Sumatra liegen keine Angaben vor. Annie bzw. Ani wurde nach der derzeitigen "First Lady" von Indonesien, Ani Bambang Yudhoyono, der Ehefrau des Präsidenten Susilo Bambang Yudhoyono, benannt[2].

Anreise nach Brugelette und leben im "Pairi Daiza"Bearbeiten

Ani und Valentino reisten am 16.08.2009 mit dem Flugzeug vom Flughafen Jakarta ab und erreichten am 17.08.2009 in Begleitung von zwei Pflegern und einem Tierarzt nach Zwischenlandungen in Hongkong und Dubai den Flughafen Zaventem bei Brüssel. Sie wurden dann nach Brugelette verfrachtet, wo sie ab dem 18.8.2009 mehrere Wochen unter Quarantäne standen. Am 20.08.2009 stattete der indonesische Botschafter in Brüssel, Nadjib Riphat Kesoema, dem Parc Paradisio einen Besuch ab, wo er die Elefanten empfing[3]. Sie waren eine Leihgabe der Republik Indonesien an Belgien im Hinblick auf die 60-jährigen diplomatischen Beziehungen zwischen beiden Ländern. Da die beiden Sumatra-Elefanten nicht verwandt waren, war beabsichtigt, sie im Parc längerfristig zu Zuchtzwecken zu halten. Erst im Mai 2009 hatte der indonesische Minister für Kultur und Touristik das "Königreich Ganesha", einen neuen Indonesischen Garten im Parc Paradisio, eröffnet, in dem auch die Elefantenhaltung ihren Platz hat, die erst im selben Jahr mit der Ankunft der Kühe Claudy und ihrer Tochter Sandry begonnen wurde. Auch der Bulle Sammy war bereits in Brugelette, als Valentino und Annie dort ankamen und sich im Wechsel mit ihm dessen Gehege teilten, bevor er im Oktober unerwartet starb. Die beiden jungen Sumatra-Elefanten aus Java lebten dann im Herdengehege zusammen mit den beiden älteren Kühen, die sie adoptiert haben.

Totgeburt bei Annie im Frühjahr 2013Bearbeiten

Im Februar 2013 vermeldete das Pairi Daiza den Beginn einer langwierigen Geburt bei Annie am 22.02.2013. Annie war dabei von Po Chin, dem neuen Bullen im Park nach Sammy, gedeckt worden[4]. Die Geburt zog sich bereits mehrere Tage hin, da das Kalb nicht in der richtigen Position lag. Am 24.02.2013 mittags bestand noch die Hoffnung, dass das Kalb lebend kommen würde. Annie wurde dabei von den Tierärzten, darunter Thomas Hildebrandt vom IZB, unterstützt. Bei ihr war auch die ältere Rani aus Knies Kinderzoo (Schweiz), die seit November 2012 in Brugelette lebt. Für den Fall, dass Annies Gesundheit bei dem Geburtsprozess beeinträchtigt werden sollte, wurde vom Park als Priorität der Schutz von Annies Leben angegeben. Über den Verlauf der weiteren Geburt sollte später informiert werden[5]. Am 26.02.2013 abends gab der Park die Auskunft, dass es für ein lebendes Kalb anscheinend keine Hoffnung mehr gab. Bei der langwierigen Geburt waren bis 25.02.2013 noch Lebenszeichen zu vernehmen gewesen, die später verstummt waren. Der Fall, dass das Kalb noch leben sollte, wurde als Wunder bezeichnet. Es wurde erwartet, dass die Austreibung des Kalbes aus dem Mutterleib noch länger andauern könnte[6]. Am 04.03.2013 war Annie vom Austreiben des Kalbes erschöpft, und ihre gesundheitliche Verfassung verschlechterte sich. Die Tierärzte entschieden daher, am Folgetag das Kalb aus dem Mutterleib zu holen. Daher wurde am 05.03.2013 operativ ein Schnitt von etwa 12 cm gesetzt, um an das tote Kalb zu gelangen, das dann gegen Mittag herausgezogen werden konnte. Am Abend konnte Annie zunächst nicht selbst aufstehen, so dass der Park auch um ihr Leben fürchtete. Sie konnte aber aufgerichtet werden und begann wieder zu fressen. Anschließend sollte sie weitere zehn Tage unter Beobachtung stehen. Zunächt schien es ihr nach der tagelangen Arbeit während der Geburt besser zu gehen[7].

Tod von AniBearbeiten

Nachdem es nach der schwierigen Geburt Anzeichen auf Besserung von Annies Verfassung gegeben hatte, war nach Bericht des Pairi Daiza ab dem 17.03.2013 die Befürchtung um eine Verschlechterung da. Sie verweigerte die Nahrung und konnte im Laufe der Woche nicht wieder auf den Weg der Gesundung gebracht werden trotz der Bemühungen der Tierärzte und der internationalen Elefantenexperten. Sie starb, wohl an den Folgen der Geburt, in der Nacht zum 23.03.2013 im Pairi Daiza. Damit hat die Zucht im Park einen großen Verlust erlitten. Ani war noch keine acht Jahre alt und muss daher beim Deckakt mit Po Chin erst sechs Jahre alt gewesen sein. Inwieweit es hilfreich war, eine Paarung mit dem Nachkommen von Festlandselefanten möglich zu machen, ist eine offene Frage.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Première européenne : des éléphants de Sumatra à Paradisio auf der Parkhomepage
  2. Artikel zu den indonesisch-belgischen Beziehung der indonesischen Botschaft
  3. Dua Gajah Sumatra - Kado Istimewa 60 Tahun Hubungan Diplomatik RI-Belgia auf Indonesisch auf www.rakyatmerdeka.co.id
  4. Update, auf www.laafsekikkers.be
  5. Chers fans, auf www.facebook.com
  6. Chers fans, auf www.facebook.com
  7. Chers fans, Beste fans, auf www.facebook.com

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