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Baby
Art Elephas maximus
Geschlecht Feminin weiblich
Mutter unbekannt
Vater unbekannt
Geburtsort unbekannt
Geburtsdatum 1968
Charakter -
EEP-Nummer 6908

Die Asiatische Elefantenkuh Baby lebt auf dem Anwesen Roc Agel der monegassischen Fürstenfamilie Grimaldi in La Turbie (Frankreich).

LebensstationenBearbeiten

Baby wurde etwa 1968 (nach Zuchtbuch 1970) geboren. Umstände ihrer Geburt und nähere Herkunftsangaben sind nicht überliefert. Auch Angaben zu ihrem Weg nach Europa sind nicht greifbar. Zuvor war sie bei dem englischen Tiertrainer John Roberts, der sie 1993 an den Direktor des Cirque Pinder, Gilbert Edelstein, verkaufte, zusammen mit ihrer Gefährtin Nepal. Mit diesem Zirkus und deren Elefanten Delhi und Sabbah reisten die beiden neu gekauften Elefantenkühe einige Jahre umher. Anscheinend gab es Unstimmigkeiten zwischen den beiden Elefantengruppen, so dass Edelstein mit dem Zoo Lyon übereinkam, die beiden Kühe dort einzustellen. Dort lebte nach dem Tod ihrer Gefährtinnen Bangkok und Maouzi sowie des Bullen Mako nur noch die ältere Kuh Java, die mit den beiden ehemaligen Zirkuselefantinnen neue Gesellschaft erhielt. Die beide Neuzugänge des Zoos blieben aber im Besitz von Circus Pinder. In Lyon werden die Elefanten im geschützten Kontakt gehalten.

Streit um die Einschläferung von Baby und NepalBearbeiten

Tuberkulosebefund und KonsequenzenBearbeiten

Nach einer Reihe von Untersuchungen wurde im Februar 2011 festgestellt, dass die beiden Pinder-Elefantinnen mit Tuberkulose infiziert sind. Allerdings kam die Krankheit bei ihnen nicht zum Ausbruch. Da Java sich gegen eine Untersuchung wehrte, ist der Erreger bei ihr nicht festgestellt worden, allerdings ist es wegen der Nähe zu den beiden anderen Tieren möglich, dass auch sie infiziert ist. Während sie aber wegen ihres Alters wohl nicht mehr versetzt werden soll, hat der Zoo Lyon den Vertrag mit dem Circus Pinder aufgelöst und diesen aufgefordert, die beiden Elefantenkühe Baby und Nepal zurückzunehmen. Die Anlage im Zoo ist für Besucher derzeit nicht zugänglich, um Risiken zu vermeiden. Der Zoodirektor möchte die Elefanten nicht dauerhaft im Haus festhalten. Sollte der Zirkus die Tiere nicht zurücknehmen, wird gebeten, die Ermächtigung zur Einschläferung der Elefanten zu erteilen.

Proteste des Eigentümers Edelstein vom Zirkus PinderBearbeiten

Gegen diese Forderungen wehrt sich Direktor Edelstein, der die Pflege für die Tiere fordert, die er gesund abgegeben habe. Auch könne er die beiden Kühe derzeit nicht nehmen, da sie sich mit seinen beiden Zirkuselefanten nicht vertragen. Er sei in einigen Jahren bereit, die Elefanten, sogar alle drei zu nehmen, wenn die Tiere behandelt würden und dann sein in Perth Gatinay geplanter Park "Pinderland" errichtet sei, wo er die Elefantendamen einstellen könnte. Er habe den Verdacht, so Edelstein, dass der Zoo seine Elefanten los werden wollte, da die Untersuchungen auf TB nicht obligatorisch sind. Sollten die Elefanten euthanasiert werden, wolle er die Stadt auf Schadensersatz verklagen. Nach Ansicht des Zoodirektor David Gomis, eines Tierarztes, könne der Zoo es ethisch nicht vertreten, die Elefanten zu behandeln, weil sie Gefahren für die Pfleger birgt, Krankenhausbedingungen erfordert, die im Zoo nicht vorhanden sind, und es muss ein Vielfaches an Antibiotika gegeben werden mit unsicherem Ausgang bei möglicher Wiederkehr der Bakterien und der Entwicklung resistenter Stämme. Mit diesem Rechtsstreit ist die nächste Zukunft von Baby und Nepal ungewiss. Inzwischen sollen sich der Organisation Code Animal zufolge die Stadt Lyon und der Circus Pinder auf Heilungsbemühungen verständigt haben, die von Code Animal begrüßt und unterstützt werden.

Pläne der Stadt LyonBearbeiten

In eine neue Runde ging die Kontroverse im Dezember 2012, als die Stadt Lyon die Tötung von Baby und Nepal vor dem 20.12.2012 ankündigte, um die Gesundheitsgefahr von den Bürgern Lyons, die von den Elefanten ausgeht, abzuwenden. Als Reaktion auf diese Ankündigung appelierte der Besitzer vom Cirque Pinder, Gilbert Edelstein, an den französischen Präsidenten, den Tod seiner beiden Elefantenkühe zu verhindern und die Tiere zu "begnadigen". Edelstein forderte weiterhin, die beiden Kühe, die er gesund abgegeben habe, mit Antibiotika zu behandeln. Geplant von seiten der Stadt ist die Anästhesie und eine letale Injektion für die beiden Kühe. Ihre langjährige Gefährtin, die ältere Java, starb bereits am 14.08.2012 (vermutlich an Altersschwäche, wobei Vermutungen über eine TB-Infektionen weiterhin bestehen).

Entscheidung des französischen StaatsratesBearbeiten

Ende Februar 2013 setzte der Staatsrat in Paris, der sich mit dem Fall der beiden Elefantenkühe befasste, die Tötung von Baby und Nepal aus. In der Begründung wurde die Verhältnismässigkeit der Mittel zur Gesundheitsvorsorge bei zweifelhaften, bereits älteren Untersuchungsergebnissen verworfen. Stattdessen sollten die Maßnahmen zur Isolierung der Elefanten beibehalten und verbessert werden. Damit wurden die Entscheidungen u.a. des Präfekten des Départements Rhône aufgehoben. Die Vorgaben des Staatsrates sind vorläufig. Nun geht die Sache noch an das Verwaltungsgericht in Lyon. Sowohl Edelstein als auch Unterstützer wie Brigitte Bardot äußerten sich zufrieden über das Urteil.

Planung zur Überführung nach MonacoBearbeiten

Anfang April 2013 wurde bekannt, dass Prinzessin Stéphanie von Monaco die beiden Elefantenkühe aus Lyon in zwei bis drei Monaten auf einem Gelände der Fürstenfamilie Grimaldi, Roc Agel auf den Hügel von Monaco, aufnehmen will. Erste Verhandlungen mit den Behörden darüber sind demnach bereits abgeschlossen. Baby und Nepal sollen dort gehalten werden, bis Zirkusdirektor Edelstein seinen Park "Pinderland" in der Umgebung von Paris errichtet hat, wo beide Kühe ihre letzten Jahre verbringen sollen.

Endscheidung des Verwaltungsgerichts LyonBearbeiten

Am 23.05.2013 schließlich verwarf das Verwaltungsgericht Lyon die Anordnung der Präfektur Lyon zur Einschläferung der beiden Elefantenkühe. Das Gericht sprach demnach von einem offensichtlichen Einschätzungsfehler. Die Untersuchungsresultate seien nicht ausreichend gewesen, um eine solche unverhältnismäßige Entscheidung zu treffen. Damit scheint das staatliche Ringen um die Behandlung der Elefanten ein Ende gefunden zu haben. So ist auch der Weg frei für die vorläufige Unterbringung auf dem Gut Roc Agel der monegassischen Fürstenfamilie Grimaldi. Offenbar werden bereits erste Vorkehrungen dazu getroffen. Gilbert Edelstein, der Besitzer der beiden Kühe, stellt wegen der hohen Prozesskosten außerdem Schadensersatzforderungen gegenüber dem Bürgermeister und dem Präfekten von Lyon in Aussicht.

Überführung nach Roc AgelBearbeiten

Entsprechend den Plänen von Prinzessin Stéphanie wurden Baby und Nepal am 11.07.2013 abends im Zoo Lyon abgeholt und in zwei Transportcontainer gebracht, in denen sie in der folgenden Nacht auf der Straße nach Südfrankreich unterwegs waren. Gegen 3 Uhr morgens trafen sie in dem an Monaco grenzenden Ort La Turbie auf dem Gut Fonbonne ein, das dem Grimaldi-Anwesen benachbart ist. Um 7 Uhr morgens wurden die Boxen mit dem Kran auf der dortigen "Elefantenanlage" abgesetzt, so dass die Kühe herauskommen konnten. Baby war die letzte der beiden Kühe, die den neuen Grund und Boden betrat. Beide sollen sich gut akklimatisiert haben. Ihnen steht ein Gelände von 3.500 m² mit großer Unterkunft aus Holz und Badebecken zur Verfügung. Vor Ende Juli 2013 sollen weitere Gesundheitstests mittels Blutproben und Rüsselwaschungen bei beiden Kühen anstehen.

WeblinksBearbeiten

Elefanten in La Turbie, Frankreich
Asiatische Elefanten
Kühe: Nepal | Baby
Bullen: -

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