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Bua
Art Elephas maximus
Geschlecht Feminin weiblich
Mutter unbekannt
Vater unbekannt
Geburtsort Thailand (Elefantencamp?)
Geburtsjahr 1997
Nachkommen Namsai, unbenannt +
EEP-Nummer 9711

Bua ist eine königliche Asiatische Elefantenkuh im südschwedischen Zoo Kolmården (Kolmårdens djurpark) nahe Nörrköping.

GeburtBearbeiten

Bua wurde etwa im Jahr 1997 in Thailand geboren. Sie soll in einem Arbeitscamp für Elefanten zur Welt gekommen sein[1].

Schenkung und Reise nach SchwedenBearbeiten

Während einer Reise des schwedischen Königspaares, Carl XVI. Gustav und Silvia, im Februar 2003, erhielten sie vom thailändischen König Bhumibol Adulyadej (Rama IX.) zwei Elefanten als Geschenk, die Kühe Bua und Sa(o)noi. Das Geschenk war als Anerkennung für die Errichtung eines buddhistischen Pavillons im nordschwedischen Ragunda gedacht. Die Planung, die die Unterbringung in Ragunda vorsah, wurde verworfen und als neuer Zielort der Zoo Kolmården bestimmt. Mit dem Segen der königlichen Prinzessin Sirindhorn, einer Tochter des Königs von Thailand, die ihnen auch Bananen und Zuckerrohr spendierte, wurden die beiden Elefanten im April 2004 auf die Reise geschickt. Bua und Sanoi flogen zunächst mit einer Lufthansamaschine von Bangkok nach Frankfurt gebracht. Von dort ging er weiter mit dem Flugzeug zum Flughafen in Norrköping. Zur Zeit des Fluges wogen beide Elefanten zusammen etwa 3.000 kg. Sie waren sieben (Bua) bzw. sechs (Sanoi) Jahre alt. Vom Flughafen wurden sie nicht zuerst in den Zoo Kolmården gebracht, sondern zur Quarantäne auf ein Industriegelände nahe Norrköping.

Ansprache des schwedischen KönigsBearbeiten

Anfang Mai 2004 hielt König Carl XVI. Gustav ein kurze Ansprache anlässlich der Ankunft der beiden Kühe in Schweden, in der er seine Wertschätzung und seinen Dank für das kostbare Geschenk aussprach. Darin bekräfigte er auch seinen Wunsch, zusammen mit der Königin als Paten für Bua und Sanoi aufzutreten und sich über ihre Entwicklung zu informieren. Wegen der Quarantäne der Elefanten unterließ er es, es Prinzessin Sirindhorn gleichzutun und die Tiere zu füttern.

Neuaufbau einer ElefantengruppeBearbeiten

Im Zoo Kolmården wurde mit der Ankunft von Bua und Sanoi eine neue Haltung von Elefanten aufgebaut. Die früheren Tiere, ebenfalls aus Asien, mussten sukzessive bis Mai 2003 wegen Infektion mit Tuberkulose getötet werden. Dies betraf einen Bullen und vier Kühe sowie ein ungeborenes Kalb. Auch die Anlage wurde zunächst unter Quarantäne gestellt[2].

Zusammenführung mit SabaBearbeiten

Damit waren Bua und Sanoi zunächst die einzigen Elefanten im Zoo Kolmården. Erst im November 2007 kam mit Saba aus dem französischen Zoo Dompierre Le Pal eine ältere Elefantenkuh hinzu. Die Elefanten in Kolmården werden im direkten Pflegerkontakt gehalten. Saba wird nachts von den beiden jüngeren Kühen getrennt, weil sie sich zusammen mit diesen unwohl fühlen soll[3].

Forschung mit den ElefantenBearbeiten

Ab dem Jahr 2007 wurden verschiedene Forschungen mit Bua und Sanoi betrieben, so zur Motivation zur Betätigung von Karolina Bördin[4], zusammen mit Saba zur Korrelation von erweitertem Zugang zu Futter und Stereotypien von Kim Björk[5] und zur Fähigkeit zur Geruchsunterscheidung von Josefin Arvidsson, Mats Amundin und Matthias Laska[6]. Zu Beginn der Untersuchung von Karolina Bördin war Bua ungefähr 2.300 kg schwer. Um einen Zugang zu einer Dusche zu bekommen, musste sie verschieden schwere Gewichte heben. Laut Kim Björk ist bei Bua ein Heben und Senken des Kopfes zu beobachten, eine Stereotypie, die etwa 9% ihres Verhaltens ausmacht[7]. Zumeist verbrachte sie ihre Zeit mit Futtersuche und Liegen, wobei erstere durch die Forschungsversuche gesteigert wurde. Der Anteil an Stereotypien blieb aber gleich.

Geburt von NamsaiBearbeiten

Ende November 2011 wurde davon berichtet, dass Bua mit künstlicher Besamung befruchtet worden war. Ihre Trächtigkeit wurde nach Erhebung der Progesteron-Werte und Ultraschalluntersuchung im März 2012 bestätigt, ein Kalb wird nun für September 2013 erwartet. In der Mitteilung des Zoos wird auch berichtet, dass Bua damit bereits im zweiten Versuch künstlich befruchtet wurde. Nach ersten Berichten im November 2011, denen zufolge der Bulle Tonsak im Zoo Kopenhagen der Samenspender gewesen sein sollte[8], wurde nun der Bulle Raja aus dem englischen Zoo Woburn als künftiger Vater von Buas Kalb genannt. Die Meldung von Buas Trächtigkeit fiel auch in die Zeit, in der aus Woburn und Twycross Todesfälle bei den Kälbern gemeldet wurde, die ebenfalls mit Rajas Sperma künstlich gezeugt worden waren. Federführend für die Artifizielle Insemination war das Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) in Berlin unter Leitung von Thomas Hildebrandt.

Als Auswirkung der künstlichen Befruchtung mit Sperma des Woburner Bullen Raja kam am 27.07.2013 ein Bullkalb in Kolmården zur Welt. Bua brachte es am Abend dieses Tages zur Welt. Es wog 87 kg und erhielt den Namen Namsai. Mutter und Kalb waren wohlauf und gewöhnten sich zunächst aneinander, bevor das Kalb mit den beiden anderen Elefantenkühen zusammengebracht werden soll.

Erneute TrächtigkeitBearbeiten

Im Oktober 2016 wurde mitgeteilt, dass Bua ein weiteres Mal trächtig ist. Nachwuchs wird im Herbst 2017 erwartet. Vater des Kalbes ist demnach der 2015 aus Kopenhagen nach Kolmården gekommene Bulle Tonsak, der ebenfalls aus Thailand stammt und 2001 als Geschenk an Königin Margrethe II. nach Dänemark gekommen war. [9] Leider ist das Kalb am 03.10.2017 tot zur Welt gekommen. Die Schwangerschaft verlief ganz normal, es gab keine keine Anzeichen von Komplikationen gesehen. Jetzt soll eine Autopsie die Ursache ermitteln.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. The effect of extra feed supply on stereotypic behaviour in Asian elephants (Elephas maximus), Link zum Download der PDF-Datei(!), S. 2
  2. Kolmarden Zoo (Kolmardens djurpark) in Sweden, auf www.elephant.se
  3. The effect of extra feed supply on stereotypic behaviour in Asian elephants (Elephas maximus), Link zum Download der PDF-Datei(!), S. 2
  4. Assessment of environmental enrichment for Asian elephants (Elephas maximus) in zoos, using the maximum price paid concept, auf www.ifm.liu.se
  5. The effect of extra feed supply on stereotypic behaviour in Asian elephants (Elephas maximus), Link zum Download der PDF-Datei(!)
  6. Successful acquisition of an olfactory discrimination test by Asian elephants, Elephas maximus, auf www.svenska-djurparksforeningen.nu
  7. http://www.google.de/url?sa=t&rct=j&q=%22bua%22%20zoo%20kolmarden&source=web&cd=9&sqi=2&ved=0CHwQFjAI&url=http%3A%2F%2Fliu.diva-portal.org%2Fsmash%2Fget%2Fdiva2%3A427299%2FFULLTEXT02&ei=Kg61T4u_L47FtAbP-4HGDA&usg=AFQjCNEq3CNHGAoiz7vMW3BG451LtoJBtA&cad=rja The effect of extra feed supply on stereotypic behaviour in Asian elephants (Elephas maximus), Link zum Download der PDF-Datei(!), S. 5
  8. Elephant News Summary, auf s13.invisionfree.com
  9. Kungliga elefanter väntar tillökning, auf www.mynewsdesk.com
Elefanten im Zoo Kolmården, Schweden
Asiatische Elefanten
Kühe: Saba | Saonoi | Bua
Bullen: Tonsak | Namsai (2013)

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