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Chisco +
Art Loxodonta africana
Geschlecht Maskulin männlich
Mutter unbekannt
Vater unbekannt
Geburtsort unbekannt
Geburtsjahr 1979
Nachkommen Kira, Duna, Pepe+, Nacho+, Coco, Hilda, Emi, Yambo, Infinita, Cristina; Enkel: Cristina, África, Martín, Cantabria+, unbenannt (2015)+, noch unbenannt (2017)
Charakter -
EEP-Nummer 8603
Sterbeort Parque de la Naturaleza Cabárceno, Spanien
Todestag 16.04.2005

Der Afrikanische Elefantenbulle Chisco lebte bis 2005 im Parque de la Naturaleza Cabárceno in Kantabrien (Spanien).

Chisco wurde etwa 1979 wild geboren. Sein Herkunftsland ist nicht bekannt. Er kam zunächst in den Safari-Zoo auf Mallorca. Bereits dort soll er eine Elefantenkuh getötet haben.

Chisco reiste im Juli 1990 in den neuen Parque de la Naturaleza Cabárceno nach Kantabrien. Er war nach vier Afrikanischen Kühen aus dem englischen Longleat-Safaripark (von denen heute nur noch Penny in Cabárceno lebt) der erste Elefantenbulle im Park und neben Cita der Zuchtbulle des Parks. Im Jahr 2001 tötete er in Cabárceno die zur Zucht aus dem Zoo Madrid gekommene Kuh Aurelia, die aus Mosambik stammte[1]. Zuvor hatte bereits einer der Wasserbüffel, mit denen die Elefanten in Cabárceno vergesellschaftet sind, dran glauben müssen, weil er für den Elefantenbullen keinen Platz machte[2].

In Cabárceno erwies sich Chisco als sehr erfolgreicher Zuchtbulle. Er deckte eine Reihe von Kühen und hat insgesamt elf Kälber gezeugt:

  1. Kira, weiblich, geboren am 02.04.1995 (Mutter: Penny), lebt weiterhin in Cabárceno und hat bereits selbst zwei Kälber dort geboren, das ältere, Cristina, ist selbst eine Tochter von Chisco. Eine zweite Tochter. África, bekam sie mit dem Wiener Bullen Pambo.
  2. Duna, weiblich, geboren am 29.12.1996 (Mutter: Zambi), wurde 2000 an die Reserva del Castillo de las Guardas bei Sevilla abgegeben und lebt seit 2006 im niederländischen Zoo Rhenen, wo sie 2016 erfolgreich künstlich befruchtet wurde.
  3. Pepe+, männlich, geboren am 25.08.1998 (Mutter: Celia), wurde von seiner Mutter Celia nicht angenommen und mit der Hand aufgezogen. Er starb am 03.05.2001, nachdem er anscheinend von Besuchern achtlos auf die Anlage geworfenen Kunststoff gefressen hatte[3];
  4. ein unbenanntes Kuhkalb, geboren am 22.04.1998 (Mutter: Laura), starb sehr jung im Badebecken des Parks.
  5. Nacho+, männlich, geboren am 23.01.1999 (Mutter: Zambi), wurde mit knapp zwei Jahren an die Reserva del Castillo de las Guardas (bei Sevilla) abgegeben, wo er 2002 - wie einige andere Elefanten - gestorben ist;
  6. Coco, männlich, geboren am 14.06.2000 (Mutter: Laura), lebte als Jungbulle bis 2015 noch mit auf der Anlage in Cabárceno. Er reiste im September 2015 im Tausch mit dem erfolgreichen Zuchtbullen Jums nach England, um dort mit acht jungen Kühen zu züchten. Er hinterließ zwei Kuhkälber von Infinita und Hilda, die aber beide starben (darunter Cantabria).
  7. Hilda, weiblich, geboren am 10.04.2001 (Mutter: Celia), lebt in Cabárceno. Als ihre Mutter Celia im Juli 2002 starb, kümmerte sich die Kuh Laura weiterhin um sie. Hilda hat 2012 ein Bullkalb namens Martín zur Welt gebracht (Vater Pambo) und 2015 eine weibliche Totgeburt (Vater Coco);
  8. Emi (Kenia), weiblich, geboren am 14.08.2001 (Mutter: Zambi), lebt mit ihrer Mutter und Schwester in Cabárceno;
  9. Yambo, männlich, geboren am 29.03.2004 (Mutter: Laura), lebt noch in Cabárceno bei seiner Familie.
  10. Infinita, weiblich, geboren am 03.05.2005 (Mutter: Zambi), ist die jüngste Tochter von Zambi, die sich mit Chisco gut verstanden hat[4], Infinita wurde einige Wochen nach Chiscos Tod geboren. Sie hat 2015 selbst die kleine Kuh Cantabria geboren, die sie allerdings nicht annahm. Cantabria starb trotz der Bemühungen, sie mit der Flasche groß zu ziehen
  11. Cristina, weiblich, geboren am 18.06.2006 (Mutter: Kira), die jüngste Tochter von Chisco kam über ein Jahr nach Chiscos Tod zur Welt, er zeugte sie mit seiner ältesten Tochter Kira. Sie wurde aber von ihrer Mutter nicht angekommen.

Über die Vaterschaft Chiscos der im April 2003 geborenen Brisa, der Tochter der Kuh Gustl, herrscht anscheinend noch Uneinigkeit. Es wurde im Sommer 2001 beobachtet, wie der frühere Circusbulle Cita ihre Mutter Gustl deckte[5], so wird teilweise Cita als Vater angegeben[6], manchmal auch Chisco[7].

Im April 2005 verlor der Park Cabárceno innerhalb von wenigen Tagen drei Elefanten. Nachdem Chisco im November 2004 die abseits stehende Kuh Bibi heftig attackiert hatte, erholte sich die Kuh nicht mehr richtig von dem Angriff und starb am 16.04.2005. Am selben Tag erlitt Chisco selbst eine Kolik und wollte nicht in das Elefantenhaus zurückkehren. Trotz Schmerzen hielt er sich draußen auf und kam erst spät in der Nacht in seine Box, wo er alsbald zusammenbrach und starb. Es wird vermutet, dass die schnelle Erkrankung und der Tod auf eine mangelhafte Ernährung zurückzuführen ist. Am 17.04.2005 schließlich wurde die aus Longleat stammende Luppy von den anderen Kühen angegriffen und starb am 21.04.2005.

LiteraturBearbeiten

  • Die Afrikanischen Elefanten im größten Zoo-Park der Welt, in: Elefanten in Zoo und Circus, Nr. 1 (März 2002), S. 1-8
  • Todesfälle in Cabarceno, in: Elefanten in Zoo und Circus, Nr. 8 (Nov. 2005), S. 27 (zu Chiscos Tod).

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Muere una elefanta en Cabárceno al ser agredida por el macho dominante del parque, auf www.elmundo.es
  2. Die Afrikanischen Elefanten im größten Zoo-Park der Welt, in: Elefanten in Zoo und Circus, Nr. 1 (März 2002), S. 1-8 7 (hier: S. 3).
  3. Cenicienta entre los elefantes, auf www.eldiariomontanes.es
  4. Cabarceno - die Rettung für "Zambi", auf www.european-elephant-group.com
  5. Zoopark Cabarceno, Spanien, in : Elefanten in Zoo und Circus, Nr. 4 (Okt. 2003), S. 10.
  6. Erika Göttsche: 21 Jahre Parque de la Naturaleza Cabárceno: Im Tal der Elefanten, in: Elefanten in Zoo und Circus, Nr. 20 (Dez. 2011), S. 6.
  7. Brisa at Cabarceno Zoo Obregon (Parque de la Naturaleza de Cabarceno), auf www.elephant.se

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