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Die letzten Elefanten Thailands

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Die letzten Elefanten Thailands
Titel Die letzten Elefanten Thailands
Originaltitel The Last Mahout
Land Australien
Jahr 2008
Regisseur David Adams
Kamera Greg Nilson; Anya Taylor
Dauer 50 Min.

Vor über 100 Jahren soll es in Thailand noch 300.000 Elefanten gegeben haben. Heute gibt es nach Schätzung in Thailands Wäldern, verstreut auf wenige Parks, noch 1.800 wilde Elefanten. Durch die Landwirtschaft mit Zuckerrohr und Ananas wird ihr Lebensraum, der Dschungel, immer mehr zurückgedrängt. Die an die Wälder angrenzenden Felder werden von den Elefanten geplündert, was den Bauern große Probleme bereitet, weshalb viele Elefanten vergiftet oder erschossen werden. Für den Erhalt der Wildelefanten sind Mittel notwendig, um Wildhüter einzusetzen und Bauern zu entschädigen.

Nach einer Einführung in die Situation der frei lebenden Elefanten berichtet der Film von der Elefantenklinik in der nordthailändischen Stadt Lampang. Gezeigt wird die Behandlung einer Elefantenkuh aus Menschenobhut, die auf eine Landmine getreten ist und wegen ihrer Gewöhnung an den Umgang mit Menschen behandelt werden kann.

Schwerpunkt des Films ist ein Porträt des Elefantenmannes Sompast (Meepan), der den Ayutthaya Elephant Palace & Royal Kraal gegründet hat und den domestizierten Elefanten seines Landes neue Aufgaben gibt, nachdem diese arbeitslos geworden sind, als sie zunächst durch Maschinen ersetzt wurden, bevor ihre frühere Haupttätigkeit, das Abholzen der Wälder ganz verboten wurde. Er sorgt im Royal Elephant Kraal für über 150 Elefanten, die aufgelesen oder von Bauern abgegeben wurden. Andere verbringen ihren Lebensabend dort. Seiner Meinung nach gehörten die Elefanten zur Kultur und sogar zur Familie. Sompasts Engagement begann 1994, als sich seine Tochter einen Elefanten gewünscht hatte. Sein Freund, ein buddhistischer Abt, setzt sich dafür ein, den spirituellen Wert der Elefanten in der thailändischen Kultur zu bewahren. Er leitet eine Segenszeremonie für einen Elefanten durch, bei der die Überreste eines zehn Jahre zuvor verstorbenen Elefantenbullen der Familie ausgegraben werden. Die religiösen Bezüge zeigen die ursprüngliche Verbundenheit der Menschen mit diesen Tieren. Auch in die Feste sind die geschmückten und bemalten Elefanten einbezogen.

Parallel zu den Elefanten gibt es auch die Ausbildung zum Mahout, die sich in fünf Stufen vollzieht. Derzeit gibt es in Thailand noch fünf Mahout-Meister der obersten Stufe, Sompast ist ein Mahout der vierten Stufe. Vorgestellt wird auch Sompasts fähigster Mahout, der wilde Bullen besänftigen kann. Er berichtet von der Lebensnähe, die Elefant und Mahout miteinander haben.

Sompast ist auch ein sehr erfolgreicher Elefantenzüchter. Nach seiner Aussage hat die königliche Familie ihn gebeten, möglichst große Elefanten zu züchten. Daneben sollen auch Menkiller-Elefanten mit Verständnis und Pflege wieder umgänglich gemacht und eingesetzt werden. Zudem werden Mahouts und Elefanten auch in der Kriegskunst ausgebildet, womit auch eine der historischen Funktionen der Tiere wiedererweckt wird. Auf diese Weise konnten Sompasts Elefanten, die dafür monatenlang trainieren mussten, auch in Oliver Stones Film über Alexander den Großen zum Einsatz kommen. Die Reit- und Kampfkünste werden ansonsten auf Tourneen in Thailands Stadien durchgeführt, womit der Royal Kraal auch seine Unkosten finanziert. Als im Dezember 2004 ein Tsunami die Küstengebiete Thailands verwüstete, half Sompast mit seinen Elefanten bei der Bergung der Leichen. Zum Schluss wird die Vorbereitung auf das thailändische Neujahrs- bzw. Wasserfest gezeigt, bei dem die Elefanten bemalt und geschmückt werden und gut Wasser verspritzen können.

Nach einer Einführung auf die Situation der wilden Elefanten in Thailand zeigt der Film insbesondere die Arbeit des Mahouts und Gründers des Ayutthaya Royal Elephant Kraal, Sompast Meepan, und die Aufgaben und Einsatzbereiche seiner Elefanten und Mahouts, mit denen er den gezähmten Tieren seines Landes neue Aufgabenfelder erschließen und ihr Ansehen bewahren will.

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