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Ed +
Art Loxodonta africana
Geschlecht Maskulin männlich
Mutter unbekannt
Vater unbekannt
Geburtsort Krüger-Nationalpark, Südafrika
Geburtsjahr 1983
Nachkommen -
Charakter -
EEP-Nummer 8405
Sterbeort Zoo Moskau, Russland
Todestag 11.10.2007

Der Afrikanische Elefantenbulle Ed lebte bis zu seinem Tod 2007 im Zoo Moskau (Russland).

Ed wurde etwa 1983 in Südafrika im Krüger-Nationalpark geboren. Als Kalb wurde er mit drei weiblichen Jungtieren 1985 eingefangen und nach Moskau gebracht. Er traf mit ihnen am 30.07.1985 im dortigen Zoo ein. Die Afrikanischen Elefanten wurden zusammen mit fünf im selben Jahr aus Vietnam importierten Asiatischen Elefanten im damaligen Elefantenhaus des Moskauer Innenstadtzoos untergebracht.

Mit Ed reisten aus Südafrika die drei Kuhkälber Greta, Betty und Alisa an. Zu den Asiaten gehörten der Bulle Pamir und die Kühe Pipita, Prima, Astra und Frosja. Während die beiden letzteren 1988 an den Tierpark Berlin abgegeben wurden, blieben für die anderen Elefanten nur weiterhin die beengten Verhältnisse. Als auch Mitte der 1990er Jahre das Elefantenhaus geschlossen wurde, waren die Tiere, für Besucher unzugänglich, in einem benachbarten Gebäude der russischen Eisenbahn untergebracht. Das jahrelange Provisorium beherbergte ebenfalls beide Arten, die weiterhin eng zusammenleben mussten. Während die Bullen Pamir und Ed die meiste Zeit einzeln gehalten wurden, hatten die Kühe wechselweise einen kleinen Auslauf von 150 m² zur Verfügung. Alisa starb 2001 in dieser Situation. In ihrer Stelle kam im November 2002 aus dem Russischen Staatszirkus die Artgenossin Flora, die im Februar 2007 ebenfalls dort gestorben ist.

Während sich die Situation für die Asiatischen Elefanten insofern besserte, als 2003 eine neue Elefantenanlage im Zoo eröffnet wurde, hatten die Afrikaner noch bis Oktober 2007 in dem Provisorium auszuhalten. Erst dann sollten die Tiere an den interessierten Bioparc Valencia (Spanien) abgegeben werden. Dabei kam es zu zwei Zwischenfällen. Als am 10.10.2007 zunächst die als zuverlässig geltende Betty in die Transportbox geführt werden sollte, wurde sie so unruhig, dass sie eine vertraute Pflegerin mit dem Rüssel schlug und nach ihr trat, so dass diese bald darauf zu Tode kam. Daher wurde die Aktion zunächst abgebrochen und am nächsten Tag wiederholt. Diesmal allerdings gab es Probleme mit der Narkose. Ed wachte nicht wieder auf. Er verlor Blut und wurde daher eingeschläfert. Daher waren es nur die beiden Kühe Greta und Betty, die schließlich nach Valencia auf die Reise gehen konnten. Sie leben heute im Safaripark Beekse Bergen (Niederlande). Damit hatte Ed selbst keine Gelegenheit mehr, in einer besseren Haltung unterzukommen. Er hat auch keine Nachkommen hinterlassen.

LiteraturBearbeiten

  • Moskauer Elefantengeschichten, in: Elefanten in Zoo und Circus, Nr. 1 (März 2002), S. 20.
  • Der Elefanten-Kerker in Moskau, ebd., S. 21.
  • Vom Zoo Moskau, RUS, in den Bioparc Valencia, E: 0,2 Afrikanische Elefanten, in: Elefanten in Zoo und Circus, Nr. 12 (Nov. 2007), S. 26.
  • Zoo Moskau, RUS (Unfälle mit Elefanten), ebd., S. 14.

WeblinksBearbeiten

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