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Mali
Name Republik Mali
Hauptstadt Bamako
Fläche 1.240.000 km²
Bevölkerung 14,51 Mio. Einwohner
Landessprache Französisch, Bambara u.a.
Elefantenpopulation ca. 350 Elefanten

Mali ist ein in Westafrika gelegener Staat und Heimat der nördlichsten Herde wilder Afrikanischer Elefanten. Die Elefanten im Sahel-Gebiet leben im Zentrum des Landes südlich der Oasenstadt Timbuktu (Region Gourma), wo sie täglich große Strecken auf der Suche vor allem nach Wasser zurücklegen. In den 1970er Jahren lebten noch Elefanten in anderen Teilen der Sahelzone, die aber von Wilderern getötet wurden. So blieben nur die Sahel-Elefanten in Mali zurück. Die dort lebenden Tuareg machten keine Jagd auf die Tiere[1].

Die Wanderroute der ElefantenBearbeiten

Seit 2000 werden die Elefanten von Forschern mit Hilfe von GPS-(Global Positioning System)-Halsbändern beobachtet, die den jeweiligen Aufenthaltsort der Tiere angeben. Von drei Tieren empfangen die Wissenschaftler Signale, die "Ahni", "Elmehdi" und "Doppit Gromoppit" genannt wurden. Sie zeigen die Wanderungen in einem Kreis von über 700 km[2] durch die Region entgegen dem Uhrzeigersinn[3]. Die Elefanten verweilen an einem See im nördlichen Teil ihres Aufenthaltsgebiets und ziehen mit Einsetzen des Regens im Juni in den Süden weiter, wobei sie auch für kurze Zeit den Norden Burkina Fasos durchziehen[4]. Tagsüber verstecken sich die Elefanten in Akazienwäldern.

Der Schutz der ElefantenBearbeiten

Um die Elefanten in Mali zu schützen, bedarf es vor allem der Kenntnis ihrer Wanderroute, um diese nicht durch dauerhafte Siedlung zu blockieren[5]. Bei einer großen Trockenheit im Jahr 1983 wurde den Elefanten Wasser gebracht. Die größte Bedrohung der Elefanten in Mali ist die Trockenheit. So gab es auch im Jahr 2009 eine extreme Dürre, der auch Elefanten zum Opfer fielen[6]. Der wichtigste See der Region, Banzena, hatte den niedrigsten Stand seit 1983, als er völlig ausgetrocknet war. Sechs Elefanten wurden tot aufgefunden, vier weitere wurden früher in einem flachen Brunnen gefunden, in den sie bei der Suche nach Wasser gefallen waren, darunter drei Kälber. Nur der größte Elefant überlebte[7]. Auch im Juli 2010 wurden 21 Elefanten durch die Dürre getötet[8]. Zum Schutz gegen Wilderei wurden auch Wildhüterbrigaden eingesetzt, die sich aus der örtlichen Bevölkerung rekrutiert[9].

Mensch und Elefant in MaliBearbeiten

Durch die Trockenheit kommt es auch zu Konflikten um das Wasser zwischen Elefanten und den Hirten, die ihr Vieh an den Wasserstellen tränken müssen. Zugleich helfen die Elefanten den Hirten, gute, aber verborgene Quellen in den Wäldern zu finden[10]. Auch sind die Wanderungen der Elefanten in bestimmte Gebiete für die Bevölkerung ein Zeichen für den Beginn der Regenzeit.

Die Erforschung der Mali-ElefantenBearbeiten

Die Elefanten in Mali sind sehr scheu. Mit Hilfe von vielen Fotos konnten etwa 250 Einzeltiere ausgemacht werden. Insgesamt wurde die Zahl auf mindestens 400 Elefanten in Mali geschätzt[11]. Nach neueren Angaben von Juli 2010 sollen es nicht mehr als 354 Elefanten sein. Davon sind 50% erwachsene Kühe, 11% erwachsene Bullen, 26% junge und 11% sehr alte Elefanten[12]. Die Mali-Elefanten unterscheiden sich von anderen Afrikanischen Elefanten durch ihre kurzen, stummeligen Stoßzähne[13].

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Saving Mali's Migratory Elephants, auf www.smithsonianmag.com
  2. Mali’s elephants under threat from drought, auf www.wildlifeextra.com
  3. Saving Mali's Migratory Elephants, auf www.smithsonianmag.com
  4. Ebd.
  5. Saving Mali's Migratory Elephants, auf www.smithsonianmag.com
  6. Elephants suffering in Mali drought, auf edition.cnn.com
  7. Mali’s elephants under threat from drought, auf www.wildlifeextra.com
  8. Malians mobilise to protect dwindling elephant population, auf www.terradaily.com
  9. Ebd.
  10. MALI: Saving elephants, saving communities, auf www.irinnews.org
  11. Saving Mali's Migratory Elephants, auf www.smithsonianmag.com
  12. Malians mobilise to protect dwindling elephant population, auf www.terradaily.com
  13. Saving Mali's Migratory Elephants, auf www.smithsonianmag.com

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