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Im Dschungel der Waldelefanten
Titel Im Dschungel der Waldelefanten
Originaltitel Forest Elephants - Rumbles in the Jungle
Land Großbritannien
Jahr 2009
Regisseur Lucy Meadows
Kamera
Dauer 45 Min.

In den Wäldern Zentralafrikas leben die Afrikanischen Waldelefanten, die in den letzten Jahren als eigene Art gegenüber dem Afrikanischem (Steppen-)Elefanten anerkannt wurden. Obwohl auch von Einheimischen insbesondere wegen ihres kostbaren Elfenbeins, das sich durch Färbung und Härte von dem der Steppenelefanten unterscheidet, in den Wäldern und auf den Lichtungen gewildert, lebt er dennoch trotz seiner Größe mit gut zwei Meter Schulterhöhe wegen des dichten Dschungels weitgehend unerforscht in den großen Regenwaldgebieten Zentral- und Westafrikas. Auf der Lichtung "Dzanga Bai" im Dzanga-Sangha-Nationalpark im äußersten Südwesten der Zentralafrikanischen Republik werden sie dennoch von einer ehemaligen New Yorker Lehrerin beobachtet und erforscht.

Der Film "Im Dschungel der Waldelefanten" führt in die Arbeit und den Alltag der inzwischen international anerkannten Forscherin der Waldelefanten in Dzanga Bai, Andrea Turkalo, ein sowie in das Leben der dort anzutreffen Waldelefanten. Im Lauf von über zwanzig Jahren hat sich Frau Turkalo ein beeindruckendes Wissen über die Tiere erarbeitet. Sie weiß die Elefanten anhand insbesondere der charakteristischen Ohrformen auseinanderzuhalten und hat so einen Überblick über etwa 4.000 Waldelefanten, die von ihr Namen erhalten haben und regelmäßig in mehr oder minder großen Abständen die Lichtung aufsuchen. Diese dient nicht nur der Versorgung mit Mineralien, sondern auch als Treffpunkt der ansonsten in kleinen Herden durch die Wälder ziehenden Elefanten. Daneben erforschte Andrea Turkalo auch die Kommunikation der Tiere und weiß die verschiedene Ausdrücke der Laute zu deuten in Bedeutung sowie Alter und Geschlecht ihres Erzeugers, wie sie bei der Unterstützung einer Forschergruppe im Loango-Nationalpark in Gabun unter Leitung von Peter H. Wrege unter Beweis stellt, der die dortige Population mit Hilfe von Tonaufnahmen erforschen will.

Die Aufnahmen von der Lichtung zeigen die Beziehungen zwischen den Elefanten auf, etwa wie Jungtiere ihre Mütter aus den Augen verlieren und rufen, ein gehbehindertes Kalb dennoch von seiner Mutter geduldig umsorgt wird und daher länger überlebt hat, wie Bullen auf Paarungssuche gehen, Verwandte sich nach längerer Trennung grüßen und Jungbullen bis zu den Bullkälbern spielerische Kämpfe ausfechten. Auch das Wühlen im Schlamm nach den wertvollen Salzen der Lichtung ist zu beobachten.

Ein großes Problem für die Elefanten stellt die Wilderei dar, die selbst in den Nationalparks vorkommt, wenn auch dank des Einsatzes von Wildhütern und - im Fall von Dzanga Bai - des Engagements von Frau Turkelo vermindert. So häufen sich die Fälle in ihrer Abwesenheit. Sie geht den Spuren verwundeter Elefanten nach und informiert die Ranger, wenn sie Wilderer wahrnimmt. Eine Filmaufnahme zeigt einen Waldelefantenbullen, der mit Gewehren angeschossen wurde und sich die Wunden mit Wasser und Schlamm kühlt und später verschwunden ist. Ähnliche Beobachtungen gibt es auch bei den Forschern in Gabun, die Gewehrschüsse unter den Tonaufnahmen hören, obwohl die dortigen Waldelefanten in Küstennähe bislang vorwiegende von Wilderei verschont wurden.

Insgesamt ist der Ausblick auf die Zukunft der Tiere wegen der illegalen Jagd auf sie eher pessimistisch gefärbt, obwohl der Einsatz zu ihren Gunsten bestehen bleibt.

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