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Indische Elefanten: Sanfte Riesen - bedrohte Riesen
Titel Indische Elefanten: Sanfte Riesen - bedrohte Riesen
Originaltitel Indische Elefanten: Sanfte Riesen - bedrohte Riesen
Land Deutschland
Jahr 2009
Regisseur Frédérique Veith
Kamera Guillermo Atocha Arias, Annette Dürr
Dauer 26 Min.

Der Fernsehbeitrag Indische Elefanten: Sanfte Riesen - bedrohte Riesen ist eine in der Reihe "X:enius" auf Arte im Januar 2010 ausgestrahlte Sendung des "Wissensmagazins". Die Moderatoren Dörthe Eickelberg und Pierre Girard machen sich mit dem "Wissensmobil" auf den Weg nach Platschow in Mecklenburg, wo Sonni Frankello Afrikanische Elefanten hält. In Platschow führen die Moderatoren ein Gespräch mit dem Elefantenhalter über die Differenzen zwischen Asiatischen und Afrikanischen Elefanten, die Wahrnehmung der Elefanten, seiner Liebe zu Elefanten. Beim Füttern der Tiere erzählen die Moderatoren kurz etwas zur Geschichte der Elefanten in Europa, sie fragen Besucher nach der Faszination von Elefanten und nehmen an einer Vorführung in der Manege teil. Sonni Frankello erklärt die Bedeutung von Respekt und Vertrauen im Umgang mit den Elefanten.

In einem weiteren Teil gibt es eine Begegnung und ein Interview mit Karl Kock, dem Elefantenmann, der über 130 Tiere trainiert hat. Er sieht, Vertrauen und stimmiges Verhältnis vorausgesetzt, Elefanten nicht als gefährlich an. Der Mensch sollte dabei denken wie ein Elefant. Nur schwierige, schlecht behandelte Tiere sollten wohl eher im geschützten Kontakt gehalten werden. Eine Ausnahme sind die Elefantenbullen, die mit Menschen nicht viel zu tun haben wollen. Ein bedrohliches Zeichen des Elefanten ist es, wenn er stillsteht und den Rüssel von unten einrollt. Das schlimmste für einen Elefanten in Menschenhand ist die Langeweile. Er muss beschäftigt werden.

Am Schluss, bei der Abreise aus Platschow mit dem Wissensmobil, bedenken die Moderatoren noch das Für und Wider von Elefanten in Menschenhand. Schließlich waren es Menschen im Westen, denen durch Zoos die Tiere nahegebracht wurden und die schließlich das Bewußtsein für die Notwendigkeit von Schutz für die Elefanten in die Welt trugen.

Eingestreut in den Besuch sind verschiedene Kurzfilmbeiträge.

  1. Der erste berichtet über die Probleme der Elefanten in Indien, gezeigt am Beispiel des Jim Corbett National Park, des ältesten Schutzgebietes Indiens mit einem stabilen Elefantenbestand von derzeit 700 Tieren. Ein Filmteam macht sich mit Wildhütern am Fuße des Himalaya auf Elefantensuche und trifft auf eine wildlebende Herde von Kühen mit vielen, recht jungen Jungtieren. Ein die Herde begleitender Bulle ist unruhig und droht, nicht näher zu kommen. Ein Rivale folgt der Herde mit Abstand. Ziel der Fahrt ist ein Aussichtsturm, von dem aus die Ranger die Umgegend überblicken und erforschen können. Er ist mit einem Graben vor dem Zugang von Elefanten geschützt. Der begleitende Parkdirektor Rajiv Bhartari ist stolz auf das umfassende Schutzkonzept des Parks, das aus Naturschutz, Forschung zur Verbesserung der Maßnahmen, verantwortungsvollem Tourismus und Einbeziehung der angrenzenden Bevölkerung besteht. Der Schutz steuert dem Aussterben der Elefanten entgegen, deren Zahl durch Zersiedlung ihrer Lebensräume, Zerstörung ihrer Wanderwege und Wilderei stark gesunken ist.
  2. Ein zweiter Bericht beschreibt die neuere Entwicklung der geschützten Elefantenhaltung am Beispiel des Zoos Köln. Jedes Jahr werden ein bis zwei Pfleger von Elefanten in Zoos getötet, weitere verletzt. Auch in Köln wird ein Elefant gehalten, der einen Menschen tötete: der 37-jährige Elefantenbulle Bindu mit über 5 Tonnen Gewicht. 1984 tötete er im Zoo Port Lympne seinen Pfleger und versuchte, einen weiteren zu erwürgen. 2004 wird Bindu an Köln abgegeben, wo im geschützten Kontakt der Bulle seine soziale Seite im Zusammensein mit den Kühen ausleben kann. Die Elefanten müssen sich den Menschen hier nicht unterwerfen, die Pfleger sind nicht mit im Gehege. Im geschützten Kontakt kommen sie nur durch Gitter mit den Tieren zusammen und üben einige Kommandos ein, die für die tierärztliche Versorgung nötig sind, wobei die Mitarbeit der Tiere freiwillig erfolgt. Auch mit Bindu wird trainiert, allerdings mit verstärkter Sicherheitswand, damit er nicht mit dem Rüssel zuschlagen kann. Er macht aber willig mit und ist inzwischen der ruhende Pol der Herde geworden.
  3. Der letzte Beitrag geht auf die Bestimmung von Elefanten-Krankheiten ein, am Beispiel des Zoos Krefeld. Bei einer Umstellung auf geschützten Kontakt wird es notwendig sein, Krankheiten mit Hilfe einer Wärmebildkamera festzustellen und zu bestimmen. Im engen Kontakt zu den Tieren und durch Trainingsübungen kann der Elefantenpfleger verborgene Krankheiten entdecken. Wildtiere schützen sich nämlich in freier Wildbahn auch mit dem Verstecken von Krankheiten und Verletzungen. In der auch in Krefeld geplanten Hands-off-Haltung braucht es andere Mittel, um diese zu erkennen. Entzündungen sind stärker durchblutet und deshalb daher wärmer als gesunde Körperstellen. Abzesse sind so auch aus der Ferne zu entdecken. Schwachstelle der Elefanten sind ihrer Füsse. Eine im Fuss verborgene Entzündung kann auch mit dem Wärmebild gefunden werden.

Obwohl die Sendung mit "Indische Elefanten" betitelt ist, wird über zwei verschiedene Arten der Elefanten (Afrikanische und Asiatische) berichtet. Die betonte Gefährlichkeit der Tiere entspricht auch nicht unbedingt der Beschreibung als "sanfte Riesen", dabei bleibt der richtige Weg im Umgang mit den Tieren offen, da verschiedene Stimmen zu Wort kommen. Die mit Filmbeiträgen abgerundete X:enius-Folge bietet dem Thema einen breiteren Raum mit allgemeinen Informationen, als der Titel vorgibt, und hat sowohl die Bedrohung in seiner natürlichen Umgebung als auch die Haltung in Europa im Blick.

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