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Khaing Hnin Hnin
Bedeutung Schneeflocke
Art Elephas maximus
Geschlecht Feminin weiblich
Mutter unbekannt
Vater unbekannt
Geburtsort Myanmar
Geburtsjahr 1982
Nachkommen Farina, Tarak, Shanti, Soraya, Malay, Ta Wan; Enkel: Nuka, Amithi, Nang Faa
EEP-Nummer 8215

Die Asiatische Elefantenkuh Khaing Hnin Hnin (sprich: "Kai Ni Ni") lebt im belgischen Zoo Pairi Daiza. Sie wurde 1982 in Myanmar geboren und von einem niederländischen Tierhändler nach Europa importiert.

Leben im Zoo Rhenen, NiederlandeBearbeiten

Nach einem fünftägigen Aufenthalt in Soest kam sie am 05.06.1989 in den niederländischen Zoo Rhenen. Dort lebte sie einige Jahre mit den zusammen mit ihr aus Birma importierten Kühen Khaing Phyo Phyo, Khaing Soe Soe, Yu Yu Yin, Tin Tin Htoo und Khaing Nwe. Nach Todesfällen und Abgaben teilte sie sich zuletzt die Anlage nur noch mit Tin Tin Htoo. Beide wurden am selben Tag an verschiedene Zoos abgegeben.

Leben im Zoo Hannover, NiedersachsenBearbeiten

Vom 05.09.1996 an bis Oktober 2014 lebte Khaing Hnin Hnin in Hannover. Ihre Eingewöhnung erwies sich als etwas schwierig, da sie eine Ausbildung zum Arbeitselefanten in Burma erhalten hatte und nur burmesische Kommandos verstand.

Geburten der Kälber von CalvinBearbeiten

Am 20.03.2003 brachte Khain Hnin Hnin ihre Tochter Farina zur Welt. Nur 31 Monate später, am 28.10.2005 brachte sie Sohn Tarak zur Welt, und wieder 31 Monate später wurde ihr zweiter Sohn Shanti am 06.05.2008 geboren. Es ist eigentlich ungewöhnlich, dass Elefantenkühe so schnell nach einer Geburt wieder aufnehmen (Trächtigkeit 22 – 24 Monate). Normalerweise werden Kälber drei bis vier Jahre lang von der Mutter gesäugt. Vater ihrer ersten drei Kälber ist der Bulle Calvin, der 2015 im Zoo Ostrava (Tschechien) verstorben ist.

Geburten von Soraya und MalayBearbeiten

Im Jahr 2010, in dem in Hannover vier weitere Kälber geboren wurden, darunter auch Khaing Hnin Hnins Enkel Nuka, Sohn ihrer Tochter Farina, gebar sie nach 664 Tagen Tragzeit erneut ein Kalb, diesmal vom derzeitigen Nachfolger Calvins, dem Bullen Nikolai. Das Elefantenmädchen Soraya wurde in der Nacht zum 9. Dezember um 03:30 Uhr geboren, wog bereits 132 kg und war 99 cm hoch. Auch hier gibt es wieder nur 31 Monate Abstand seit der Geburt von Shanti.

Am 13.03.2013 brachte Khain Hnin Hnin erneut ein weibliches Kalb zur Welt. Es war bei der Geburt 101 cm groß und wog 128 kg. Zwischen der Geburt von Soraya und ihrer jüngeren Schwester Malay liegen damit sogar nur 27 Monate. Innerhalb von zehn Jahren brachte Khaing Hnin Hnin damit fünf Kälber zur Welt, womit sie demnach die meiste Zeit über trächtig gewesen sein dürfte.

Elefantengruppe in HannoverBearbeiten

Im Zoo Hannover lebte sie zusammen mit den Kühen Indra, Manari, Sayang und Manaris Tochter Califa, ihren Töchtern Farina, Soraya und  Malay, sowie mit ihrem Enkel Nuka und ihrer Enkelin Amithi, beides Kälber ihrer ältesten Tochter Farina. Außerdem lebten zumindest zeitweise die übrigen im Jahr 2010 und von Ende 2012 bis Frühjahr 2014 geborenen Kälber in Hannover. Khaing Hnin Hnin und ihr Nachwuchs stellte zuletzt mit fünf Nachkommen die am stärksten vertretene Familie im Zoo Hannover dar, abgesehen von dem Bullen Nikolai, der der Vater aller ab 2010 geborenen Kälber ist.

Khaing Hnin Hnins Sohn Tarak reiste im Juni 2010 nach Heidelberg, wo er nun in einer Jungbullengruppe lebt.

Shanti ging am 17.02.2012 in den Tierpark Hagenbeck, von wo aus er im Mai 2013 zusammen mit dem dort geborenen Shahrukh in eine neu eröffnete Bullengruppe im Zoo Osnabrück umplatziert wurde. Auch Khaing Hnin Hnins Enkel Nuka lebte für kurze Zeit in dieser Bullengruppe in Osnabrück.

Leben im Pairi Daiza, Brugelette, BelgienBearbeiten

Im Oktober 2014 wurde Khaing Hnin Hnin mit allen drei Töchtern Farina, Soraya, Malay und der Enkelin Amithi nach Belgien in den Pairi Daiza abgegeben, wo sie in der Nacht zum 10.10.2014 eintrafen. Die dortige Elefantenhaltung wurde vergrößert, und in Hannover wurde die stark angewachsene Herde geteilt. Der Transport wurde schon lange vorher geplant. Die Elefantinnen wurden an ihre Transportkisten gewöhnt. Das Reiseziel aber wurde, anscheinend um die Spannung zu heben, zuerst geheimgehalten.

In Belgien werden den Kühen die Bullen Chamundi und Po Chin als neue Zuchtpartner zur Verfügung stehen. Eine Zuchtpause, die die fruchtbaren Tiere durchaus verdient hätten, ist anscheinend nicht geplant. Sehr positiv zu bewerten ist, dass eine Trennung von Müttern und Töchtern bei dieser Umplatzierung nicht nötig war.

Im Pairi Daiza zog Khaing Hnin Hnin mit Töchtern und Enkelin vorerst in den "Palais d'Ani" ein, der nach der im Frühjahr 2013 verstorbenen Ani benannt ist, die in Brugelette das erste Elefantenkalb, eine Totgeburt, zur Welt gebracht hatte. Dort wurde auch Farinas dritter Nachwuchs, Nang Faa, geboren, so dass die Familie nun aus sechs weiblichen Tieren besteht. Im selben Haus leben als Nachbarn auch die Kühe Mala und Rani, die selbst keinen Nachwuchs haben.

Ab dem Frühjahr 2015 soll Khaing Hnin Hnin zusammen mit ihrer Familie und dem Bullen Po Chin auf der neu gebauten Elefantenanlage auf gut 2,3 Hektar der hinzugekauften (22 ha) Fläche außerhalb der Klostermauern der Abtei von Cambron im geschützten Kontakt leben. Diese 'indische Savanne' soll neben Elefanten auch weitere Tiere beherbergen. Dieses Terrain wird von Pairi Daiza auch als 'Reservat' beschrieben. Neben den Anlagen des spanischen La Reserva del Castillo de las Guardas nahe Sevilla und dem englischen 'Whipsnade', dem Außenzoo der Londoner Zoogesellschaft, bietet PD die drittgrößte Fläche für die Zucht der asiatischen Elefanten. Der Rohbau des Elefantenhauses soll ca. 100 m lang und 30 m breit sein und später Platz bieten für ca. 20 Elefanten.

Am Dienstagmorgen (19.09.2017) um 2:26 Uhr wurde im Tierpark Pairi Daiza das Elefantenkalb geboren. Das männliche Tier ist das erste Kalb von Khaing Hnin Hnin und Po Chin und somit das erste lebende Kalb, dass auch auf Pairi Daiza gezeugt wurde. Bereits am Vortag ab ca. 18 h begannen die Wehen und Ta Wan lies dann noch gut 8 Stunden auf sich warten. Um 2.32 h entstand das unten stehende Video: Das 6 Minute alte Bullkalb umringt von seiner Familie und hernach die Pfleger: 5 Mahouts aus Thailand, einem Holländer, dem deutschen Chefpfleger Karl Heinz Behring und dem belgischen Zootierarzt Tim Bouts. Nach einem Namenswettbewerb wurde der Bulle Ta Wan getauft.

Besondere KennzeichenBearbeiten

Khaing Hnin Hnin ist sehr gut an ihrem fast komplett depigmentiertem Rüsselansatz zu erkennen.

WeblinksBearbeiten

Elefanten im Pairi Daiza, Brugelette, Belgien
Asiatische Elefanten Afrikanische Elefanten
Kühe: Mala | Dunja (Brugelette) | Maia | Deli | Laika | Khaing Hnin Hnin | Aye Chan May | Farina (2003) | Soraya (2010) | Amithi (2012) | Malay (2013) | Nang Faa (2015) Kühe: Gitana | Suzy | Daela
Bullen: Chamundi | Po Chin (2000) | Ta Wan (2017) Bullen:

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