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Max +
Art Loxodonta africana
Geschlecht Maskulin männlich
Mutter unbekannt
Vater unbekannt
Geburtsort unbekannt
Geburtsjahr 1985
Charakter -
EEP-Nummer -
Sterbeort Zoo du Bassin d'Arcachon, La Teste-de-Buch, Frankreich
Todesmonat April 2011

Der Afrikanische Elefantenbulle Max war ein früherer Zirkuselefant und lebte zuletzt im Zoo La Teste (in La Teste-de-Buch) in der französischen Region Aquitaine.

ZirkuselefantBearbeiten

Max wurde etwa 1985 wild geboren. Über seine Herkunft ist nichts bekannt. Er gelangte etwa im Alter von drei Jahren zusammen mit dem gleichaltrigen Afrikanerbullen Moritz in den Besitz der Zirkusfamilie Scholl, mit der beide Elefantenbullen in der Manege auftraten und durch Europa zogen. Das letzte Engagement von Max mit Besitzer Hardy Scholl war in Irland, bevor er an eine Zoohaltung abgegeben wurde.

Im Serengeti-Park HodenhagenBearbeiten

Potentieller Zuchtbulle?Bearbeiten

Der Serengeti-Park Hodenhagen in Niedersachsen suchte für seine Haltung Afrikaner Elefanten einen weiteren Elefantenbullen, da der dort lebende Bulle Tonga sich nur für die Kuh Veri interessierte und der Wunsch bestand, auch mit den anderen Kühen zu züchten. So kam der Zirkus mit dem Serengeti-Park überein, den Zirkusbullen Max vorübergehend in Hodenhagen einzustellen und zu versuchen, ihn mit den Kühen dort zusammenzubringen. So kam Max am 14.08.2006 in den Park und verhielt sich sehr ruhig und friedlich gegenüber den Kühen und dem jungen Bou-Bou. Er war sehr sozial und suchte Kontakt zu den anderen Elefanten. Allerdings entwickelte er keine Paarungsbereitschaft gegenüber den Kühen, so dass der Serengeti-Park ihn nicht kaufen und behalten wollte.

Probleme mit dem linken HinterfußBearbeiten

In Hodenhagen wurde auch seine Behinderung behandelt, die nach einigen Aussagen angeboren ist[1], vielleicht aber auch durch den intensiven Einsatz im Zirkus entstanden ist. Das Bindegewebe von Maxens linken Hinterfuß ging beim Auftreten weit auseinander, so dass Max fast auf dem Knochen zu gehen scheint[2]. Daher erhielt Max einen Spezielschuh, der ihn beim Gehen unterstützen sollte. Er konnte damit gut laufen und wohl auch später einige Wochen ohne diese Stütze für seinen Fuß.

Zoo du Bassin d'Arcachon, La Teste-de-BuchBearbeiten

Erste Zeit in La TesteBearbeiten

Obwohl Max sich in Hodenhagen gut einlebte, musste er den Serengeti-Park wieder verlassen, weil er die Kühe dort nicht deckte. Daher verkaufte ihn sein Besitzer Scholl an den Zoo La Teste, dessen früherer Bulle Sahib im November 2006 gestorben war. So ging Max auf eine Reise von zwei Tagen und traf am 13.06.2007 in La Teste ein. Im Zoo du Bassin d'Arcachon in La Teste-de-Buch war er zunächst der einzige Elefant und konnte die neu angelegte Anlage einweihen, die eigentlich für seine Vorgänger Sahib und einen möglichen weiteren Elefanten errichtet worden war. In La Teste kam er ohne seinen Spezialschuh an, so dass sich im Laufe der ersten Monate sein Hinterbein zunehmend zu deformieren begann, auch wenn es den Bullen selbst anscheinend nicht störte. Über den Verein Elefanten-Schutz Europa erfuhr die Zooleitung schließlich von der früheren Gehstütze, und so wurde im September 2008 der Schuh für Max wieder neu angelegt und angepasst.

Gesellschaft von LubniBearbeiten

Der Zoo blieb weiter auf der Suche nach einem zweiten Elefanten, um Max nicht allein halten zu müssen. Wiederum auf Vermittlung des Vereins Elefanten-Schutz Europa wurde schließlich am 17.06.2010 die ebenfalls früher im Zirkus eingesetzte Afrikanische Elefantenkuh Lubni nach La Teste gebracht. Sie hatte sich zuvor im Parco Faunistico Le Cornelle in Italien aufgehalten, stand dort aber auch zuletzt allein. Auch Lubni weist ein deformiertes linkes Hinterbein auf. Die erste Begegnung, getrennt in zwei Boxen, fand unter Rufen und Rüsseln statt[3]. Anscheinend sind beide Tiere freundschaftlich miteinander umgegangen und vertrugen sich gut. Auch die Anlage war für beide gut angelegt.

Tod von MaxBearbeiten

Im April 2011 stürzte Max und konnte nicht mehr aufstehen. Als Gründe werden Schäden an Gelenken und Knochen aus der Zeit als Zirkuselefant vermutet[4]. Da Max nicht mehr auf die Beine kam, musste er eingeschläfert werden. Auch in Frankreich hatte Max nur deutsche Kommandos verstanden[5]. Zurück bleibt nun die Kuh Lubni (Lumni).

LiteraturBearbeiten

  • Vom Circus in den Safaripark Hodenhagen, D: 1,0 Afrikanischer Elefant, in: Elefanten in Zoo und Circus, Nr. 10 (Nov. 2006), S. 18.
  • Vom Safaripark Hodenhagen, D, nach La Teste, Bassin d'Arcachon, F, in: Elefanten in Zoo und Circus, Nr. 11 (Juli 2007), S. 22.
  • Mme. Couturier: Elefanten im Zoo von La Teste, Frankreich, in: Elefanten in Zoo und Circus, Nr. 14 (Dez. 2008), S. 42-43 (Bericht über die Bullen Sahib und Max).
  • Vom Zoo Le Cornelle, Valbrembo, I, in den Zoo La Teste, F, in: Elefanten in Zoo und Circus, Nr. 18 (Jan. 2011), S. 23.
  • "Max" und "Lubni" - Happy End für Circuselefanten?, in: ebd., S. 80 (Fotos).
  • Zoo Bassin d'Arcachon - La Teste, F, in: Elefanten in Zoo und Circus, Nr. 19 (Juli 2011), S. 49 (Tod von Max).

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Wenn den Elefanten der Schuh drückt, auf www.schwaebische.de
  2. Vom Circus in den Safaripark Hodenhagen, D: 1,0 Afrikanischer Elefant, in: Elefanten in Zoo und Circus, Nr. 10 (Nov. 2006), S. 18.
  3. Deux éléphants handicapés recueillis au zoo de La Teste ..., auf www.unebonnenouvelleparjour.com
  4. Zoo Bassin d'Arcachon - La Teste, F, in: Elefanten in Zoo und Circus, Nr. 19 (Juli 2011), S. 49.
  5. Une vie de lion parmi les pins et les hommes, auf www.sudouest.fr

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