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Mooti +
Art Loxodonta africana
Geschlecht Maskulin männlich
Mutter unbekannt
Vater unbekannt
Geburtsort Krüger-Nationalpark, Südafrika
Geburtsjahr 1982
Nachkommen -
EEP-Nummer 8214
Sterbeort Zoo Dvůr Králové, Tschechien
Todestag 19.02.2009

Mooti war ein Afrikanischer Elefantenbulle im tschechischen Zoo Dvůr Králové (nad Labem), gelegen im Nordosten von Böhmen.

Mooti wurde etwa 1982 in Südafrika geboren. Er stammt wie seine damalige Begleiterin Saly aus dem Krüger-Nationalpark, in dem er gefangen wurde, und kam zusammen mit ihr am 10.07.1984 in den Zoo Dvůr Králové, wo er bis zu seinem Tode lebte.

Offenbar war mit seiner Ankunft auch die Zucht im Zoo geplant. Da er aber - wie die anderen 1983 und 1984 eingetroffenen Jungtiere auch - als Kalb in den Zoo kam, brauchte es etliche Jahre, um überhaupt damit planen zu können. Als Mooti in Dvůr Králové eintraf, lebten dort bereits zwei junge Kühe, Kara und Katka, sowie die beiden Kuhkälber Umbu und Seta, die 1983 in die Tschechoslowakei gekommen waren. Inwieweit die beiden älteren Kühe sich der vier jungen Kälber annahmen, ist hier nicht bekannt. Sie wuchsen gemeinsam mit ihnen im Zoo auf und wurden, als die jüngeren etwa sechzehn Jahre alt waren, in den Zoo de La Flèche nach Frankreich, wo Kara 2003 starb und Katka bis 2006 blieb, als sie (noch 2005) eine Artgenossin tötete und daher in den Zoo Danzig-Oliva (Polen) abgegeben wurde.

Mit den übrigen Jungtieren lebten nun die drei jungen Kühe Umbu, Seta und Saly sowie Mooti in Dvůr Králové. Seta attackierte im August 2001 einen Pfleger, der dabei zu Tode kam, und sie selbst starb im Folgemonat. Unter den verbliebenen drei Elefanten, die bis 2009 die Elefantenanlage bewohnten, stellte sich entgegen den Erwartungen des Zoos keine Kälber ein. Daher wurden die Kühe 2006 deswegen untersucht. Im Jahr 2003 brach sich Mooti den rechten Stoßzahn ab und musste wegen Entzündungen behandelt werden.

Mooti selbst litt an einer Mißbildung des linken Hinterbeins, die mit zunehmendem Alter und zunehmender Größe schmerzte, so dass er versuchte, das Bein nicht zu belasten, wodurch wiederum die anderen Beine überlastet wurden, an deren Füßen sich Blutergüsse und Eitertaschen bildeten. Da er sich kaum mehr bewegen konnte, blieb die letzte Zeit nur noch im eigenen Bullenhaus. Daher wurde er am 19.02.2009 eingeschläfert, da mit einer Besserung seiner Situation nicht mehr zu rechnen war. Sein Körper wurde zur Forschung dem Nationalmuseum und dem Berliner Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) überlassen. Schon wenige Monate später erhielt der Zoo an seiner Stelle einen jungen Bullen namens Kito, der im englischen Zoo Colchester mittels künstlicher Befruchtung geboren worden war.

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