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N'Dala
Bedeutung -
Art Loxodonta africana
Geschlecht Feminin weiblich
Mutter unbekannt
Vater unbekannt
Geburtsort Namibia
Geburtsjahr 1989
Charakter -
Nachkommen Rungwe
EEP-Nummer 8908

Die Afrikanische Elefantenkuh N'Dala lebt im französischen ZooParc de Beauval in St. Aignan (Département Loir-et-Cher). Sie stammt aus Namibia.

Leben in NamibiaBearbeiten

N'Dala wurde etwa im Jahr 1989 in Namibia wild geboren. Zusammen mit ihren künftigen Gefährtinnen M'Bili† und M'Kali soll sie auf einer Zuchtstation mit der Flasche großgezogen worden sein. Mit etwa drei Jahren wurde sie nach England gebracht.

Leben in EnglandBearbeiten

Gemeinsam mit M'Bili† und M'Kali reiste N'Dala im Jahr 1992 nach Europa und traf am 26.07.1992 im Longleat Safari Park in Wiltshire ein. Dort lebte bereits die etwas ältere Afrikanerin Marge aus Simbabwe, die 1986 geboren und 1989 in den Park gekommen war. Einen Monat nach Ankunft der drei jungen Kühe erreichte auch der Jüngste der dortigen Elefantengruppe, ein erst eineinhalb Jahre alter Bulle namens Limbo† aus dem Zoo Ramat Gan (Israel), den Park. Die meiste Zeit waren die Jungtiere auf sich allein gestellt, nur die ältere Asiatische Kuh Johti (heute in Ostrava, Tschechien) lebte ein gutes Jahr lang zeitgleich mit ihnen im Safaripark. Die jungen Afrikanischen Elefanten wuchsen gemeinsam auf, und mit dem Größerwerden erwuchs dem Park das Problem, die Tiere als potentielle Zuchtgruppe zu halten, da es dort insbesondere keine sichere Bullenhaltung gab. Um aber sowohl den Kühen als auch dem Bullen die Möglichkeit zur Fortpflanzung zu geben, entschloss sich die Parkleitung, die Elefanten abzugeben.

Leben in FrankreichBearbeiten

Die fünf Elefanten wurden 2003 per LKW und Schiff nach Frankreich gebracht, wo sie am 12.03.2003 den ZooParc de Beauval in St. Aignan erreichten. Dort war gerade für sie eine weitläufige Elefantenanlage von fünf Hectar angelegt worden, die als die größte in Frankreich gilt. Die Elefanten können sich dort auf Sand- oder Grasgelände bewegen und haben Bade- und Suhlgelegenheiten zur Verfügung. Im 1500 m² großen Elefantenhaus soll auch eine sichere Bullenhaltung möglich sein. Allerdings hatten die Elefanten etliche Jahre lang keinen Nachwuchs, obwohl oder gerade weil sie miteinander aufwuchsen. Daher wurde die Option auf künstliche Befruchtung geprüft, und die Tiere wurden einigen Tests unterzogen.

Bei N'Dala gab es wie bei Limbo† und Marge Gelegenheit, eine Patenschaft für sie zu übernehmen[1]. Sie soll auch einen der Pfleger aus Longleat bei dessen Besuch in Frankreich wiedererkannt haben[2].

Zuchtbemühungen mit N'DalaBearbeiten

Für N'Dala gab es "künstliche" Bemühungen um Nachwuchs durch den Import von Sperma des Bullen Jack aus dem englischen West Midlands Safari Park, das von einem Team des Instituts für Zoo- und Wildtierforschung in Berlin mit dem Flugzeug überbracht worden ist[3]. Die Aktion fand im April 2009 statt[4]. Dieser Versuch war anscheinend nicht erfolgreich.

Offenbar wurde die Aktion, diesmal mit Sperma aus Südafrika von einem wilden Bullen in Vermischung mit Sperma von Limbo†, wiederholt. N'Dala wurde ebenso wie M'Bili† tragend und sollte im Frühjahr 2012 ein Kalb erwarten. Schließlich brachte sie am 20.07.2012 ihren ersten Nachwuchs, den Bullen Rungwe zur Welt, der der erste mit künstlicher Befruchtung gezeugte Elefant in Frankreich war. Als Vater des jungen Rungwe hat sich mittlerweile der zooeigene Bulle Limbo† erwiesen. Leider endete die Tragzeit von M'Bili† fatal mit dem Tod von Kuh und Kalb.

Ende Mai 2016 wurde erneut eine künstliche Befruchtung bei N'Dala mit Unterstützung des IZW Berlin durchgeführt. In 3 Monaten kann festgestellt werden, ob der Versuch erfolgreich war. Es wurde Samen aus der Samenbank verwendet, die vom Zoo Beauval und dem IZW eingerichtet wurde und von wilden Bullen aus Südafrika stammt. Der Samen wird im ZooParc de Beauval in Tanks bei -180°C gelagert und steht auch anderen Zoos zur Verfügung.

Die komplette Elefantenherde des Knowsley Safari Park in Prescot, England, ist in 2017 eingezogen, da deren Anlage neu gebaut werden soll. Geplant ist die Zucht. Am 08.07.2017 trafen Juba und Ashanti im ZooParc de Beauval in St. Aignan in Frankreich ein. Tana folgte am 20.10.2017, Nala† ist leider beim Transport schon in Prescot verstorben. Da Ashanti 2003 in Prescot geboren ist erhofft man sich von ihr viele Kälber. Gern auch von Juba und Tana, obwohl diese beiden Kühe mit 31 Jahren schon etwas älter sind.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Qu’est-ce que c’est qu’être parrain ?, Broschüre für Patenschaften auf www.zoobeauval.com
  2. The Elephants » Longleat Safari Park, Beiträge von Sand Cat und Zambar auf www.zoochat.com
  3. Press Release - Jumbo jets from Gloucestershire Airport, auf www.gloucestershireairport.co.uk
  4. Airport staff on standby for urgent mission, auf www.thisisgloucestershire.co.uk
Elefanten im ZooParc Beauval, St. Aignan
Afrikanische Elefanten
Kühe: Marge | Juba | Tana | N'Dala | M'Kali | Ashanti (2003)
Bullen: –