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Nepal
Art Elephas maximus
Geschlecht Feminin weiblich
Mutter unbekannt
Vater unbekannt
Geburtsort unbekannt
Geburtsdatum 1968
Charakter -
EEP-Nummer 6909

Die Asiatische Elefantenkuh Nepal lebt auf dem französischen Anwesen Roc Agel der monegassischen Fürstenfamilie Grimaldi nahe Monaco.

Lebensstationen bis 2013Bearbeiten

Nepal wurde etwa im Jahr 1968 geboren (laut EEP-Zuchtbuch 1970). Weder Umstände ihrer Geburt noch Herkunftsland sind bekannt. Sie wurde etwa 1993 vom Direktor des Circus Pinder, Gilbert Edelstein, zusammen mit ihrer Gefährtin Baby dem englischen Tiertrainer John Roberts abgekauft und im Circus Pinder eingesetzt. Zusammen mit den beiden anderen Elefantenkühen des Zirkusses, Delhi und Sabbah, traten sie einige Jahre im Circus Pinder auf. Allerdings vertrugen sich die beiden Paare nicht, so dass Edelstein die beiden Kühe Nepal und Baby an den Zoo Lyon übergab, der sie zu der seit 1998 allein stehenden älteren Elefantenkuh Java gesellte. Am 26.03.1999 kamen Nepal und Baby im Parc de la Tête d'Or an. Sie wurden vermutlich im geschützten Kontakt gehalten und nahmen am medizinischen Training der Elefanten teil.

Tuberkulose-Infektion und RechtsstreitBearbeiten

Im Februar 2011 bestätigten sich Probeuntersuchungen bei den Lyoner Elefanten, denen sich Java erfolgreich widersetzte. Nepal und Baby waren Träger des Tuberkulose-Erregers, allerdings selbst nicht daran erkrankt. Sogleich wurden die Elefanten (auch Java, da sie durch die Nähe zu den beiden anderen Kühen ebenfalls infiziert sein konnte) in Quarantäne gestellt. Der Zugang zu den Elefanten wurde geschlossen, um für die Besucher kein Risiko einzugehen. Allerdings wollte der Zoodirektor Gomis die Elefanten nicht dauerhaft im Haus eingesperrt halten. Im Gefolge der Untersuchung kam es zu Auseinandersetzungen zwischen dem Zoo und dem Eigentümer der Elefanten, dem Circus Pinder. Der Zoo wollte den Vertrag zur Einstellung der Elefantenkühe in Lyon auflösen und bat den Circus, die Elefanten innerhalb von drei Monaten zurückzunehmen. Andernfalls bat er um Zustimmung zur Euthanasie der beiden Kühe. Eine Behandlung hielt Gomis, der selbst Tierarzt ist, für ethisch nicht vertretbar, da sie zu viel Antibiotika erfordere, die Pfleger gefährde und weil es zu ungewiss sei, ob die Infektion nicht erneut ausbreche, etwa mit resistenten Erregern. Der Zirkus, vertreten durch Direktor Edelstein, verlangte hingegen die Behandlung, da er die Tiere gesund abgegeben hätte und bei Einschläferung Schadensersatz fordern werde. Auch könne er in der kurzen Frist die Elefanten nicht zurücknehmen, weil sie sich nicht mit den beiden anderen Elefanten des Zirkus', Delhi und Sabbah, vertrügen. Edelstein erklärte sich bereit, die Tiere (sogar alle drei, also einschließlich Java) zu nehmen, wenn die Tiere behandelt würden und wenn in einigen Jahren sein geplanter Park "Pinderland" errichtet sein werde. Durch diesen Streit ist die Zukunft der beiden älteren Elefantendamen Nepal und Baby ziemlich ungewiss, sogar eine Tötung ist nicht auszuschließen. Inzwischen scheint es eine Einigung zwischen dem Circus Pinder und der Stadt Lyon zu geben, wonach eine Heilung der beiden Elefantenkühe angestrebt ist.

Erneut zeigte sich die Kontroverse in einem Termin für die Einschläferung von Nepal und Baby vor dem 20.12.2012, die aus Gründen des Gesundheitsschutzes für die Bevölkerung in Lyon angesetzt wurde. Daraufhin legte Edelstein vom Cirque Pinder erneut Widerspruch ein und appellierte an den französischen Präsidenten Hollande, die Tiere zu retten. Erneut wies er darauf hin, dass die Elefantinnen gesund von ihm abgegeben worden wären und diese mit Antibiotika zu behandeln seien. Die Präfektur des Départements Rhône hingegen, die die Tötung erlassen hatte, machte die Gefahr für die Menschen in der Umgebung der Tiere deutlich. Laut Angaben des Bürgermeisters von Lyon sollen die Kühe anästhesiert und dann mit einer Injektion getötet werden.

Im Gefolge des offenen Rechtsstreits um die Elefantenkühe gewannen diese auch prominente Unterstützung etwa durch Brigitte Bardot und Prinzessin Stéphanie von Monaco. Auch richtete Edelstein einen Appell an den französischen Staatspräsidenten Hollande zur "Begnadigung" der beiden Elefanten, wobei dieser in den Fall nicht eingreifen wollte. Inzwischen stattete auch Edelsteins Tochter Sophie mit einer Tierärztin des Zirkusses dem Zoo einen Besuch ab, ohne Zugang zu den in Quarantäne gehaltenen Tieren zu erhalten. Erneut drückten die Vertreter des Cirque Pinder den Wunsch aus, die Tiere behandeln zu lassen und für den Zirkus zurückzuerhalten. Neben Prominenz gibt es inzwischen auch eine Bewegung zugunsten der beiden Elefantenkühe.

Nach verschiedenen Verhandlungen wurde der Staatsrat in Paris mit dem Fall befasst. Er entschied Ende Februar 2013, dass die Verhältnismässigkeit der Wahl der Mittel zur Bekämpfung der Tuberkulose nicht gewahrt worden sei, zumal die Testergebnisse nicht schlüssig und mehr als zwei Jahre alt seien. Vielmehr sollte die Isolierung der beiden Kühe aus Gesundheitsschutzgründen weiterhin beibehalten und verbessert werden. Eine weitere Verhandlung am Verwaltungsgericht in Lyon steht noch aus. Edelstein zeigte sich erleichtert über das Urteil.

Anfang April 2013 wurde berichtet, dass Stéphanie von Monaco bereit sei, die beiden Elefantenkühe vorläufig auf einem Gelände ihrer Familie in Monaco unterzubringen, bis das von Edelstein geplante "Pinderland" in der Nähe von Paris entstanden sei, wo beide Kühe nach den Plänen des Zirkusdirektors ihre letzten Jahre verbringen sollen. Anscheinend sind auch schon erste Vorklärungen zur Reise nach Monaco erreicht worden. Auch wenn die Frage der Kosten für Transport und Pflege noch offen ist, sieht Edelstein darin eine "weise Entscheidung".

Am 23.05.2013 fällte schließlich das Verwaltungsgericht Lyon das Urteil, dass die Anordnung der Präfektur zur Euthanasie unverhältnismäßig und ein offensichtlicher Beurteilungsfehler gewesen sei, da die Gesundheitsprüfung der Tiere nicht ausreichend gewesen sei. Die Präfektur teilte mit, dass sie das Urteil nicht anfechten werde. Damit scheint der juristische Teil des Ringens um den Verbleib der beiden Kühe abgeschlossen. Prinzessin Stéphanie von Monaco war bereits am Mittwoch im Zoo, um die Überführung der Tiere vorzubereiten, die zunächst auf den privaten Landbesitz Roc Agel der Grimaldis gebracht werden sollen.

Überführung nach La Turbie bei MonacoBearbeiten

Am 11.07.2013 abends wurde Nepal zusammen mit Baby innerhalb von 45 Minuten im Zoo Lyon in Anwesenheit von Prinzessin Stéphanie von Monaco in zwei klimatisierte Transportboxen verladen. Ein Zootransporter brachte sie dann nach La Turbie an der Grenze zu Monaco, wo das Anwesen der monegassischen Fürstenfamilie Roc Agel liegt. Die Elefanten trafen am 12.07.2013 morgens um drei Uhr dort ein. Gegenüber, auf dem Gut Fonbonne, wurden die Elefanten ab 7 Uhr nach Eintreffen eines Krans aus den Boxen gebracht. Dort befindet sich nach Angaben aus dem Umkreis der Fürstenfamilie ein Gelände von 3.500 m² mit einem großen Holzschuppen und einem Badebecken. Zuerst betrat Nepal das neue Gelände und wartete dann, bis auch Baby ihren Container verlassen hatte.

WeblinksBearbeiten

Elefanten in La Turbie, Frankreich
Asiatische Elefanten
Kühe: Nepal | Baby
Bullen: -

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