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Die Planète Sauvage (der "Wilde Planet") ist ein Tierpark mit einem Safariteil in Port-Saint-Père bei Nantes in der Nähe der Atlantikküste (Département Loire-Atlantique).

Der Tierpark wurde 1992 als "Safari Africain" eröffnet und trägt seit 1998 den Namen Planète Sauvage. Die dortige Safaristrecke gliedert sich in die fünf Kontinente mit den jeweiligen Tierarten. Daneben gibt es ein 2009 eröffnetes Delphinarium sowie ein nachgebildetes Dorf der Senufo aus der Elfenbeinküste. Zu Fuss lassen sich außerdem Flamingos und Makaken betrachten. Die Gesamtanlage umfasst 80 ha und beherbergt an die 1.000 Tiere aus 150 Arten. Während im Europateil auf einem Hektar Wölfe leben, gibt es in "Afrika" eine Reihe von Arten, zu denen u.a. Giraffen, Flusspferde, Watussirinder und Antilopen verschiedener Arten gehalten werden.

ElefantenhaltungBearbeiten

Genauere Angaben über den Beginn der Elefantenhaltung in Port-Saint-Père fehlen. So ist nicht genau festzulegen, wann die ersten Elefanten in die Planète Sauvage geholt wurden. Im ersten Jahrzehnt des Bestehens müssen aber schon Elefanten vorhanden gewesen sein. 1994 kam aus dem nahegelegenen Zoo La Boissière-du-Doré das 1990 als Kälber aus Südafrika geholten Elefantenpaar Jumbo und Bamba nach Port-Saint-Pére. Es wird berichtet, dass im Jahr 2000 die damals 28 Jahre alte Afrikanerin Zulu gestorben ist. Jumbo, der bisher einzige Bulle, ebenfalls Afrikaner wie bislang alle Elefanten in Port-Saint-Père, starb am 13.07.2003, nachdem er zuvor von einem anderen Elefanten attackiert worden war.

Im Frühjahr 2003 kamen aus dem englischen Zoo Dudley die beiden Afrikanerkühe dieses Zoos in die Planète Sauvage, Flora und Flossie. Flora war damals etwa fünfzehn Jahre alt, Flossie hingegen etwa zwanzig Jahre älter als Flora. Sie starb schon im Folgejahr nach ihrer Ankunft in Frankreich im März 2004.

Nach Flossies Tod lebten im Tierpark nahe Nantes noch drei Afrikanische Elefantenkühe. Neben Flora handelte es sich um die mit ihr etwa gleichaltrige Bamba, die mit Jumbo aus La Boissière-du-Doré gekommen war, sowie die ältere Kiki, die etwa 1973 zur Welt kam. Neun Monate nach Flossies Tod kam aus dem Zoo Köln dessen letzte Afrikanische Elefantenkuh, die ältere Pretti (Preti) in die Planète Sauvage. Sie soll mit Bamba schnell Freundschaft geschlossen haben.

Les éléphants de Port Saint Père00:31

Les éléphants de Port Saint Père

Les éléphants de Port Saint Père

Die dortigen Afrikanischen Elefanten verfügen derzeit über ein sechs Hektar großes, grasbewachsenen Gelände, das vom Park auch "Prärie" genannt wird. Dazu gehört ein 5.000 m² großes Badebecken. Nach dem Tod von Jumbo hat der Park keinen neuen Bullen nach Port-Saint-Père gebracht, obwohl damals noch eine Gelegenheit zur Zucht für Flora und Bamba gewesen wäre. Allerdings ist es dafür nun zu spät.

Im Juli 2012 wurde das Ableben der schon älteren Kuh Pretti gemeldet. So leben seit 2012 nur noch die drei Weibchen Flora, Bamba und Kiki in der großzügigen Anlage.

Die Anlage ist nicht nur die größte Elefantenanlage  Frankreichs, sondern wäre auch auf Grund des milden Seeklimas ideal für die Zucht afrikanischer Elefanten geeignet. (-Die Zucht afrikanischer Elefanten wird oft in zu kalten Ländern, wie z.B. den Niederlanden, vergeblich versucht, während großzügige Anlagen und mildes Klima, wie im Safaripark dazu nicht genutzt werden. Es handelt sich hierbei um Fehlmanagement in der Arterhaltungszucht afrikanischer Elefanten, was sehr bedauerlich ist.-) Diese Feststellung muss differenzierter betrachtet werden, denn in Wuppertal und Berlin ist es eher kälter als in Hilvarenbeek oder Rhenen.

Allerdings züchteten die afrikanischen Elefanten nur in Schweden und in Österreich mit in Europa geborenen Bullen gut. Beide Bullen wurden nach Spanien geschickt. Der eine ist dort bereits viel zu jung verstorben und der andere muss seine Zuchtqualitäten dort erst noch bestätigen. Auch ein in England geborener Bulle muss erst noch im sonnigen Lissabon seine Zuchtqualitäten unter Beweis stellen.

LiteraturBearbeiten

  • Von Köln nach Port St. Père (Safaripark Planète Sauvage), Frankreich: 0,1 Afrikanischer Elefant "Pretty", in: Elefanten in Zoo und Circus, Nr. 7 (Mai 2005), S. 21.
  • Safaripark Planète Sauvage Port St. Père (Nähe Nantes), in: Ebd., S. 34.

WeblinksBearbeiten

Elefanten in der Planète Sauvage, Port-Saint-Père, Frankreich
Afrikanische Elefanten
Kühe: Kiki | Flora | Bamba
Bullen: -

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