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Der Tierpark Hagenbeck wurde im Jahr 1863 von Carl Hagenbeck sen. (1810–1887) in Hamburg ursprünglich als Carl Hagenbeck’s Handels-Menagerie am Spielbudenplatz im Stadtteil St. Pauli gegründet. 1874 wurde die Menagerie von Carl Hagenbeck jun. (1844–1913) in den Neuen Pferdemarkt verlegt. Am 7. Mai 1907 wurde der erste Tierpark der Welt mit gitterlosen Gehegen in Hamburg-Stellingen eröffnet, wo er sich auch heute noch befindet. Im Volksmund wird er nur als Hagenbeck bezeichnet, und in Hamburg geht man auch nicht in den Zoo, sondern zu Hagenbeck.

ParkBearbeiten

Die Parkanlage umfasst 25 Hektar und bietet ein Wegenetz von über 7 km Länge. Neben vielen Freigehegen gibt es im Tierpark Hagenbeck auch viele Pflanzen aus aller Welt zu besichtigen. Im Jubiläumsjahr 2007 wurde ein neues Tropen-Aquarium eingeweiht; das alte, 1959 eröffnete Troparium wurde im Herbst 2005 geschlossen.

Zu den Attraktionen Hagenbecks zählte neben dem neuen Orang-Utan-Haus, dem früheren Elefantenreiten und den öffentlichen Fütterungen viele Jahre auch das Walross Antje, das am 17. Juli 2003 im Alter von 27 Jahren verstorben ist. Bekannt sind auch die Dschungelnächte und die Romantischen Nächte, bei denen jeweils an drei Abenden im Sommer der Tierpark mit einem bunten Programm bzw. mit klassischer Musik seine Tore offenhält und den Tag mit einem Feuerwerk abschließt.

GeschichteBearbeiten

Es begann damit, dass der Fischhändler Gottfried Clas Hagenbeck 1848 sechs Seehunde in der Hansestadt ausstellte. 15 Jahre später betrieb er ein Tiergeschäft auf dem Spielbudenplatz 19. Sein ältester Sohn Carl Gottfried Heinrich Hagenbeck übernahm 1866 das Geschäft und baute es aus. Es wurde schnell zur größten Tierhandlung der Welt. Er eröffnete ein größeres Geschäft am Pferdemarkt 13 und nannte dieses "Hagenbeck's Thierpark".

1875 sah er einen Markt mit einer Völkerschau, woraufhin er viele große Völkerschauen veranstaltete. 1887 eröffnete Hagenbeck seinen ersten Zirkus. 1896 erfand er eine Zooanlage ohne Gitteranlagen und ließ diese patentieren. Es war eine Revolution der Zoogeschichte, weil zum ersten Mal die Tiere in einer zumindest annähernd artgerechten Umgebung gezeigt werden konnten. Dieser Plan wurde 1907 in Hamburg-Stellingen umgesetzt. Der Nachbau einer artgerechten Umgebung wurde von vielen anderen Zoos übernommen. Die Söhne Carl Hagenbecks, Lorenz und Heinrich Hagenbeck, führten das Werk ihres Vaters fort. 1916 gründete Lorenz Hagenbeck den "Circus Carl Hagenbeck".

Im Jahre 1943 wurde der gesamte Park zerstört. Nur mit großen finanziellen Investitionen der Familie Hagenbeck konnte der Zoo wieder erbaut werden. Er wurde größer und mit mehr Platz für die Tiere neu gestaltet. Gern wird erzählt, dass nach den Bombenangriffen im Zweiten Weltkrieg die indischen Elefanten von Hagenbeck bei der Trümmerbeseitigung und beim Wiederaufbau mithalfen.

Von 1971 bis 1996 gab es ein Delfinarium, in dem Delfine (Großer Tümmler), Seelöwen und Ende der 70er auch ein Schwertwal gezeigt wurden. Starke Proteste von Tierschützern führten dazu, dass das Delfinarium endgültig geschlossen wurde. Es wurde abgerissen, an seiner Stelle entstand das neue Tropen-Aquarium und ein Anbau am Elefantenhaus. In unmittelbarer Nähe steht der neue Haupteingang von Hagenbecks Tierpark.

Der Tierpark ist der einzige sich im Privatbesitz befindliche Großzoo Deutschlands, der zudem ohne reguläre staatliche Beihilfen auskommt. Da die Einnahmen aus den Eintrittsgeldern lediglich den laufenden Betrieb decken, wurde 1998 zur weiteren Unterstützung Hagenbecks der Verein der Freunde des Tierparks Hagenbeck e.V. gegründet.

AnlagenBearbeiten

  • Asiatische Steppe für Kamele und Onager,
  • Pavianfelsen für Mantelpaviane,
  • Bärenplateau direkt vorm historischen Eingang für Kamtschatkabären,
  • Vogelwiese für Störche und Kraniche,
  • Vogelhaus, erbaut 1907, für Kleinvögel,
  • Eismeerpanoroma, für 3 Arten Pinguine, div. Meeresvögel, Südamerikanische Seebären, Kegelrobben, Eisbären und Walrosse (einzigartig in Deutschland).
  • Haustieranlage mit Zwergzebus, Ouessantschafen, Pietrain-Schweinen, Hausratten und Girgentana-Ziegen.
  • Afrika-Panorama und Großer Vogelteich, mit Anlagen für Flamingos, für Pinselohrschweine, für Warzenschweine, Zebras, Strauße und mit der Löwenschlucht,
  • Giraffenanlage für Rothschild-Giraffen, Impalas, Hornraben, Großen Kudus, Marabus sowie Nilgänse,
  • Großer Felsen mit Anlagen für Tahre, Kleine Pandas und Mähnenspringer,
  • Anlage für chinesische Leoparden,
  • Anlage für Amur-Tiger,
  • Orang-Utan-Haus (Vergesellschaftung mit Zwergottern),
  • Anlage für Bisons und davorgelagert für Präriehunde und Baumstachler
  • Anlage für Alpaka, Nandus und Wasserschweine,
  • Gehege für Flachlandtapire,
  • Anlage für Stachelschweine,
  • Gehege für Wapitihirsche,
  • Voliere für Schneeeulen,
  • Gehege für Riesenotter,
  • Gehege für Nasenbären.

ElefantenhaltungBearbeiten

Geschichte der ElefantenhaltungBearbeiten

Seit Gründung des Tierparks 1907 hält Hagenbeck Elefanten. Sie sollen schon beim Bau in Stellingen mitgearbeitet haben. Schon kurz nach der Eröffnung wurden Elefanten-Reiten und Vorführungen angeboten. Ein Freigehege hatten die Elefanten zu dieser Zeit noch nicht, sie lebten in Ställen und waren als Ware des Tierhändlers Hagenbeck häufig auch nur auf der Durchreise. Am 6.10.1929 wurde erstmals im Tierpark ein Elefant geboren, das Bullkalb August+, dessen Mutter Roma+ schon trächtig in den Tierpark gekommen war.

1937 wurde das große Freigehege eröffnet als Teil der Elefanten- und Nashornanlage, die zu neuen Asienabteilung im Osten des Parks angelegt wurde. Es war damals das größte in Europa und war für andere Zoos Vorbild. Damals wurden Afrikanische und Asiatische Elefanten zusammen gehalten, und zwar nur Kühe und Jungtiere.

In den 80er Jahren wurde entgegen den früheren Ansichten über die Haltung von Elefantenbullen von den Direktoren Dr. Claus Hagenbeck und Caroline Hagenbeck entschieden, eine Elefantenzucht im Tierpark aufzubauen. Dazu wurde 1987 vom Elefantenpfleger Karl Kock der Bulle Hussein+ aus Indien (Mysore) in den Tierpark gebracht, in dessen Gefolge die Anlage um die Bullenabteilung sukzessive bis 1991 erweitert wurde. 1992 kam dann das erste Elefantenbaby (Ratna) im Rahmen des Zuchtprogramms zur Welt. Wegen des Nachwuchses erhielten die Elefanten 1994 auf Kosten der Panzernashörner ein eigenes Mutter-Kind-Gehege.

2003 wurden bei der Geburt von Kandy erstmals weitere Kühe am Geburtsvorgang beteiligt (Gruppengeburt). Die werdende Mutter wurde dabei nicht mehr abgesondert, was sich seitdem wiederholt. 2006 schließlich wurde die Freilaufhalle eröffnet, in der sich die Elefanten auch nachts und an kalten Tagen gemeinsam aufhalten können. Seit 2006 werden die Tiere auch nicht mehr aus der Gruppe zum Elefantenreiten geholt.

ElefantenhäuserBearbeiten

Zusammen mit der Neugestaltung des Tropenaquariums wurde 2005/2006 eine neue Freilaufhalle mit insgesamt ca. 1.100 m² für die Elefanten errichtet und am 3. November 2006 eröffnet. Sie schließt sich an das alte Elefantenhaus an, das weiterhin als Boxentrakt dient. Die Elefanten verfügen dort über eine Sandbodenfläche von 500 m² und ein Badebecken, das als Graben den zweistöckigen Besucherbereich von den Elefanten trennt. Die Innenanlage ist im Stil einer indischen Tempelruine errichtet und verfügt über einen Brunnen und einen kleinen Wasserfall. Hier halten sich die Elefanten nachts und an kalten Tagen auf, insbesondere auch nach Elefantengeburten, die seit 2007 ebenfalls dort stattfinden.

Getrennt von der Freilaufhalle, im hinteren, nicht einsehbaren Teil des Bullentraktes, befindet sich das Bullenhaus, das 1991 errichtet wurde, als mit Hussein+ die Entscheidung für die Elefantenzucht gefallen war. Hier waren der Bulle Hussein und die Kuh Mala untergebracht. Für Herbst 2012 wurde der jüngere Bulle Thisiam aus dem polnischen Zoo Chorzów als potentieller Zuchtbulle erwartet, der aber nicht eintraf. Stattdessen reiste im April 2013 der Münchner Bulle Gajendra aus dem Zoo Leipzig an, der wegen Bauarbeiten am Hellabrunner Elefantenhaus ausquartiert wurde und nun mit den Hamburger Kühen - u.a. auch mit Husseins+ Töchtern - züchten sollte, ehe er 2017 nach München zurückkehrte.

ElefantenanlageBearbeiten

Die Außenanlage von zusammen 8.000 m² teilt sich in drei Bereiche:

  1. Die Mutter-Kind-Anlage wurde 1994 für die Elefanten anstelle der früheren Nashornanlage eingerichtet. Dieser Bereich, der wie der Bullentrakt durch die Elefantenzucht neu entstand, bietet ein Spielgelände für die jungen Elefantenkälber und ihre Mütter und Tanten als Schonraum gegenüber der Gesamtgruppe. Er wird von Felsen und Trockengräben begrenzt und enthält einen Badeteich und eine Schlammsuhle. Zum Schutz der Kälber vor Grabenstürzen sind die Gräben mit Zäunen gesichert, die die adulten Kühe zum Füttern übersteigen. Die Besuchereinsicht ins Gehege wurde im Rahmen des Umbaus von Freilaufhalle und Tropenaquarium von der Nachbarschaft der Herdenanlage zum Eingangsbereich des Tierparks und damit in die Nähe des Elefantenhauses hin verlegt.
  2. Die Herdenanlage entstand 1937 im Zuge der Ausgestaltung des östlichen Teils des Tierparks als Asienbereich. Das Außengehege wurde in der Bombennacht am 24./25. Juni 1943 nicht beschädigt. Es wird von Kunstfelsen und zu den Besuchern hin von einem Trockengraben umgeben, über den hinweg die Elefanten gefüttert werden können. Auf der Anlage befinden sich ein Badeteich und eine Schlammsuhle sowie einen Umlauf um eine von Felsmauern umgrenzte Bauminsel. Zum Bullengehege gibt es ein Gitter für Sicht- und Rüsselkontakt. Eine Öffnung zum Mutter-Kind-Gehege ist möglich.
  3. Die Bullenanlage wurde im Zusammenhang mit der Einführung der Elefantenzucht errichtet. Sie umfasst das eigentliche Bullengehege, angelegt 1988, in dem sich der Bulle (gewöhnlich mit einer der Kühe) tagsüber aufhält. Dieses Gehege wird von Felsen und einem besonders breiten Trockengraben gesichert, über den hinweg gefüttert werden kann. Es gibt dort auch eine Schlammsuhle. Dahinter, für Besucher nicht sichtbar, liegt ein weiteres Gehege, der Bullen-Kral, in dem der Bulle von Außeneinflüssen abgesondert werden kann, wenn er in die Musth kommt. Dort angrenzend befindet sich auch das Bullenhaus.

ElefantengeburtenBearbeiten

Seit der Übernahme des Bullen Hussein 1987 und der Einführung der Elefantenzucht wurden im Tierpark folgende Kälber geboren, die überwiegend von Hussein abstammen:

  1. Ratna, weiblich, geboren am 23.03.1992, lebt heute im Allwetterzoo Münster (Mutter: Thura),
  2. Chamundi, männlich, geboren am 25.05.1992, lebt heute im Zoo Amersfoort (Mutter: Yashoda, Vater: Ganesha, gezeugt im Zoo Mysore, Indien),
  3. Tharun+, männlich, geboren am 25.12.1995, gestorben 30.12.2000 im Zoo Pont Scorff in Frankreich (Mutter: Thura),
  4. männliche Totgeburt, geboren am 09.01.1996 (Mutter: Benga+),
  5. Corny, weiblich, geboren am 04.06.1996, lebt heute im Allwetterzoo Münster (Mutter: Yashoda),
  6. Salvana, weiblich, geboren am 01.07.1996 (Mutter: Saida), war zu Zuchtzwecken im Zoo Leipzig und kehrte im April 2011 nach Hamburg zurück;
  7. männliche Totgeburt, geboren am 17.10.1996 (Mutter: Shandra),
  8. unbenanntes Bullkalb, geboren am 09.11.2001, bald nach der Geburt am selben Tag gestorben (Mutter: Thura),
  9. Kandy, weiblich, geboren am 14.05.2003, bleibt im Tierpark Hagenbeck (Mutter: Yashoda),
  10. männliche Totgeburt, geboren am 22.06.2003 (Mutter: Lai Sinh),
  11. Thai, männlich, geboren am 15.11.2004, am 21.06.2010 abgegeben an den Zoo Heidelberg, wo eine Jungbullengruppe entstanden ist (Mutter: Thura), am 12.08.2014 weitergereist in den Zoo Zürich,
  12. Shila, weiblich, geboren am 11.04.2007 (Mutter: Lai Sinh),
  13. Shahrukh, männlich, geboren am 21.11.2008 (Mutter: Yashoda), zz im Zoo Osnabrück
  14. Rani, weiblich, geboren am 03.07.2009 (Mutter: Thura), zz im Zoo Leipzig mit ihrer Mutter
  15. Assam, männlich, geboren am 13.04.2012 (Mutter: Lai Sinh),
  16. weibliche Totgeburt, geboren am 21.04.2012 (Mutter: Salvana, Vater: Naing Thein),
  17. Anjuli, weiblich, geboren am 13.07.2015 (Mutter: Yashoda, Vater: Gajendra),
  18. Kanja, männlich, geboren 11.01.2016 (Mutter: Kandy, Vater: Gajendra)

ElefantenbestandBearbeiten

Zur Zeit leben elf Elefanten im Tierpark:

  • Bullen: ein Sohn des erfolgreichen früheren Hamburger Zuchtbullen Hussein+, Assam (geb. 2012, Mutter: Lai Sinh), und Kanja (geb. 2016, Mutter: Kandy), ein Sohn des Münchener Zuchtbullen Gajendra (geb. 1993), der von April 2013 bis März 2017 vorübergehend zur Zucht in Hamburg untergestellt war.
  • Kühe: die älteren Elefantenkühe Shandra (geb. 1966) und Leitkuh Mogli (geb. 1967) sowie die Zuchtkühe Yashoda (geb. 1979) mit ihren beiden Töchtern Kandy (geb. 2003) und Anjuli (geb. 2015) und Lai Sinh (geb. 1990) mit Tochter Shila (geb. 2007) sowie Kandys und Shilas Halbschwester Salvana.

Abgaben und TodesfälleBearbeiten

Der Jungbulle Thai (geb. 2004, Mutter: Thura) wurde im Juni 2010 an die sich neu bildende Jungbullengruppe im Zoo Heidelberg abgegeben. Thai lebt seit 2014 im Zoo Zürich, wo er der dauerhafte Nachfolger des dortigen Zuchtbullen Maxi werden soll. (Drei von Maxis Töchtern leben 2014 bei seiner Ankunft in Zürich.)

Hussein+, der langjährige Zuchtbulle im Tierpark, sollte am 15.06.2012 zur weiteren Zucht mit Kühen aus dem Zoo Antwerpen in die neue Elefantenanlage in Planckendael, einem Tierpark bei Mechelen (Belgien), gebracht werden. Er starb jedoch am selben Morgen noch vor Transportbeginn an akutem Herz-Kreislaufversagen. Hussein+ hinterlässt der Erhaltungszucht der asiatischen Elefanten sieben Töchter und drei Söhne. 2014 sind die meisten seiner Töchter trächtig, deshalb werden auch außerhalb von Hamburg neben der ersten Enkelin Kalaya weitere Nachkommen aus der Elefantenzucht von Hagenbeck erwartet.

Mala wurde nach dem Tod Husseins in den belgischen Tierpark Pairi Daiza gebracht, wo sie mit anderen Kühen (darunter Husseins Tochter Sandry) zusammentraf. Sie musste, zumal sie dank erbitterter Rangstreitigkeiten mit Mogli nicht mit in der Kuhgruppe leben konnte, dem neuen erwarteten Bullen Thisiam weichen, von dem nicht angenommen wurde, dass er wie Hussein ein Auskommen mit ihr haben könnte, Thisiam ist nicht in den Tierpark Hagenbeck gebracht worden.

Die Jungbullen Shahrukh (geb. 2008 in Hamburg; Mutter: Yashoda), und Shanti (geb. 2008 im Zoo Hannover; Eltern: Calvin+ und Khaing Hnin Hnin), die bereits seit 2011 eine eigene Gruppe im Tierpark bildeten, wurden am 23.05.2013 in den Zoo Osnabrück gebracht, wo sie für einige Jahre mit weiterem Nachwuchs aus Hannover eine Bullengruppe bilden sollten. Ein ursprünglich geplanter Transfer in den Zoo Chorzów bei Katowice, dessen Bulle Thisiam Nachfolger für Hussein werden sollte, scheiterte an einem positiven Befund eines Tuberkulosetests bei Thisiam. Die beiden Jungbullen Shahrukh und Shanti sollen von Osnabrück aus an eine Haltung in Griechenland abgegeben werden, da Osnabrück plant, eine Weibchenherde mit Zuchtperspektiven zu halten. In Griechenland sind aber mittlerweile zwei im Zoo Emmen geborene Jungbullen eingetroffen.

Die Zuchtkuh Thura, die im Tierpark fünf Kälber geboren hat, wurde zusammen mit ihrer jüngsten Tochter Rani am 26.08.2014 an den Zoo Leipzig abgegeben, da sie nicht gut in die Hamburger Kuhgruppe integriert werden konnte und in Leipzig mit ihrer früheren Freundin Saida zusammengebracht werden soll, die 2006 vom Tierpark nach dorthin abgegeben worden war. In Hamburg zurück blieb allerdings Saidas Tochter Salvana (Indra).

Zucht mit dem Bullen GajendraBearbeiten

Gajendra, der vorher im Münchener Tierpark Hellabrunn lebte, stand seit Januar 2011 in Leipzig. Da das Münchener Elefantenhaus einsturzgefährdet war, konnte eine sichere Bullenhaltung nicht mehr gewährleistet werden. In Leipzig bot sich für ihn jedoch keine Gelegenheit zur Zucht, da Naing Thein dort als Zuchtbulle eingesetzt wird. Weil sich die Baumaßnahmen vermutlich noch länger hinziehen werden, zog Gajendra im April 2013 nach Hamburg, wo es neben den Zuchtkühen Thura, Yashoda und Lai Sinh, mit Salvana, Kandy und Shila drei Töchter von Hussein+ als Jungkühe im zuchtfähigen Alter gab.

Gajendra hat auf jedem Fall Thura, Yashoda, Kandy, Salvana und Shila erfolgreich gedeckt. Ob Lai Sinh, neben ihrer Tochter Shila, auch tragend ist, bleibt ab zu warten. Gedeckt wurde auch sie. Das erste Kalb sollte Yashoda im Mai 2015 zur Welt bringen, sie ist somit eine der wenigen Kühe deren Jungtiere von drei verschiedenen Bullen gezeugt wurden. Mit etwas Verspätung wurde am 13.07.2015 das erste von Gajendra in Hamburg gezeugte weibliche Kalb, Anjuli, von der Kuh Yashoda geboren. Im Januar 2016 folgte das zweite von Gajendra gezeugte Kalb: Kandy gebar am 11.01. ein gesundes Bullkalb, das Kanja genannt wurde. Leider konnte Thura ihr Kalb (abgestorbener Fötus/Steinkalb) nicht zur Welt bringen, aber es sind ja noch drei weitere Kälber unterwegs.

Gajendra wurde 2017 an den Tierpark Hellabrunn zurück gegeben.

LiteratureBearbeiten

  • Elefanten-Park Hagenbeck. Für die Erhaltung des Asiatischen Elefanten im Freiland und in Menschenobhut, [um 2000].
  • Kock, Karl: Elefanten, mein Leben, Hamburg, 1994.
  • Ratna, kleine Prinzessin, Burghard Bartos, Oberursel/Ts., 1993 (Bilderbuch).
  • Vom Arbeits-Elefant zum Sozialverband. Elefantenhaltung im Wandel der Zeit, in: Tier International, Jubiläumsband 2007, S. 30-39.

Weblinks Bearbeiten

Elefanten im Tierpark Hagenbeck, Hamburg
Asiatische Elefanten
Kühe: Shandra | Mogli | Yashoda | Lai Sinh | Salvana | Kandy (2003) | Shila (2007) | Anjuli (2015)
Bullen: Assam (2012) | Kanja (2016)

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