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Unt Bwe +
Bedeutung Unerwartet, aber doch sehr froh
Art Elephas maximus
Geschlecht Maskulin männlich
Mutter Swe San Htay+
Vater Radza+
Geburtsort Zoo Emmen
Geburtsdatum 23.05.2006
Sterbejahr April 2017
Charakter -
Halbgeschwister mütterlicherseits: Maung Htoo; väterlicherseits: Zuze, Myo Set Kaung, Marlar, Swe Zin, Ananda Yingthway, Yoe Ma, Ein She Min, Einga-Tha, Mong Tine, Shwe Myarr, Thura+, Thuya, Radza junior, Ravi
EEP-Nummer 200607

Unt Bwe war ein junger Asiatischer Elefantenbulle im spanischen Park La Reserva in El Castillo de las Guardas bei Sevilla (Andalusien). Bearbeiten

FamilieBearbeiten

Unt Bwe wurde am 23.05.2006 im niederländischen Zoo Emmen geboren. Seine Mutter war die birmanische Kuh Swe San Htay+, sein Vater war der Zuchtbulle Radza+ aus Indien. Swe San Htay hatte noch einen älteren Sohn, Maung Htoo, der ebenfalls einige Jahre in El Castillo war, und jetzt in Romaneche in Frankreich lebt. Über seinen Vater Radza+ hat Unt Bwe zwei ältere Schwestern, Zuze in Kobe (Japan) und Marlar in Köln, denen er nie begegnet ist. Die übrigen Halbgeschwister, Nachkommen von Radza, leben noch im Emmener Dierenpark, abgesehen von Myo Set Kaung.

Geburt und erste TageBearbeiten

Unt Bwes+ Geburt kam unerwartet, da eine Trächtigkeit von Swe San Htay+ nicht bekannt war. Die Geburt fand nachmittags 17.30 Uhr im Elefantenhaus statt, nachdem die werdende Mutter mit der Leitkuh den Tag im Stall verbracht hatte und der Rest der Herde ins Haus zurückgekehrt war. Nach seiner Geburt wurde er mit seiner Mutter und deren Freundin, der damaligen Leitkuh Annabel+, die sie unterstützte, von den übrigen Tieren zehn Tage getrennt gehalten.

Leben im Zoo EmmenBearbeiten

Unt Bwe+ war unternehmungslustig und zog auch allein durch die Emmener Anlage. Dennoch hatte er in seinen älteren Halbgeschwistern etliche Spielkameraden. So hat er etwa bei einem Kampf mit dem älteren Myo Set Kaung einen Stoßzahn verloren[1]. Mit dem Tod von Swe San Htay+ verlor Unt Bwe am 17.02.2010 nicht nur seine Mutter, sondern auch einen jüngeren Bruder, dessen Geburt an diesem Abend begonnen hatte und dramatisch verlief. Nach der Abgabe seines Halbbruders Myo Set Kaung und dessen gleichaltrigen Onkels Letsongmon nach Polen war Unt Bwe+ das älteste Bullkalb im Zoo Emmen.

"Puberolifant"Bearbeiten

Mit der Geburt seines jüngsten Halbbruders Mong Tine im Februar 2011 veränderte sich seine Situation erneut. Da neben Mong Tines Mutter Htoo Yin Aye auch dessen Tochter Ma Palai von den anderen Elefanten abgetrennt wurde, um ein Vertrautmachen innerhalb der kleinen Familie zu ermöglichen, verlor Unt Bwe hier anscheinend seine engste Freundin, die sich um ihn gekümmert hatte. Da er nun Anschluss an die anderen Elefanten suchte und dabei auch das Spiel "Wer ist stärker" bemühte, fiel er den anderen Kühen lästig und sorgte damit für Unruhe in der Gruppe.

Abgabe nach SpanienBearbeiten

Aufgrund seines Verhaltens, das für junge Bullen durchaus typisch ist, wurde er ebenfalls, aber nur allein für sich, getrennt gehalten mit der Absicht, ihn an eine Jungbullenhaltung abzugeben. Er lebte in dieser Zeit auf der Bullenanlage, die eigentlich für den "väterlichen" Zuchtbullen bestimmt ist, von Radza aber anscheinend nicht genutzt wird, der die Gesellschaft von Kühen und Kälbern vorzieht. Ende April wurde er bereits mit seinem Transportcontainer vertraut gemacht, den er betreten und wieder verlassen konnte. Am Mittag des 08.05.2011 schließlich wurde er in den Container gebracht und verladen. Sein Transport nach Sevilla verlief ohne Probleme, und er kam am 10.05.2011 in El Castillo an, wo er die Nacht noch im Container verbrachte. Mit Unt Bwe hat nun der zweite von Radzas+ Söhnen den Dierenpark in Drenthe verlassen. Im August 2010 war bereits Myo Set Kaung mit seinem Onkel Letsongmon in den Zoo Płock nach Polen gereist.

Aufenthalt in El Castillo de las GuardasBearbeiten

Am 11.05.2011 hat Unt Bwe dann eine der Elefantenanlagen erkundet. Welche dies ist und mit welchen Elefantenbullen aus Emmen er zusammenkommt, ist nicht bekannt. In der einen Gruppe leben Aung Bo (im September 2012 abgegeben an den Zoo Chester in GB) und Aung Si+ aus Emmen, die zu den jüngeren Bullen in El Castillo zählen. In der anderen waren Tsje Pyan+ und Maung Htoo, sein älterer Halbbruder mütterlicherseits, ebenfalls aus Emmen. Insgesamt lebten also vier Söhne des früheren Emmener Zuchtbullen Naing Thein dort. Unt Bwes+ Halbbruder Maung Htoo ist wenige Tage vor Unt Bwes Ankunft an den französischen Touroparc Romanèche abgegeben worden. So lebt in der "älteren" Bullengruppe als früherer Emmener nur noch Tsje Pyan+. Am gleichen Tag wie Unt Bwe+ kam in El Castillo de las Guardas auch der im englischen Zoo Whipsnade aufgewachsene Euan+ an. Zeitweise lebten somit drei Bullengruppen asiatischer Elefanten in diesem flächenmäßig riesigen Safaripark.

Nach dem Bau einer Überführung/Brücke und eines weiteren Elefantenhauses kamen die Elefantenbullen alle zusammen auf die große Anlage. Schon in 2013 wurde Maurice abgetrennt und vorbereitet auf seine Reise im März 2014 nach Amersfoort in Holland. Aus Nuenen in Holland kamen am 5.12.2013 noch die beiden in Emmen geborenen Bullen Kan Kaung+ und Than Myan+.

Somit lebten bis zum April 2017 fünf Bullen Tsje Pyan+, Aung Si+, Kan Kaung+, Than Myan+ aus Emmen zusammen mit Euan+ aus Whipsnade und Dimas aus Berlin auf der großen Anlage zusammen. Unt Bwe+, hier der einzige Sohn von Radza+, ist ein beeindruckender Tusker. An Größe, Gewicht und Stoßzahnlänge hat er auch seinen zwei Jahre älteren Kumpan Euan+ längst überholt. In Spanien ist kein Elefant mit ihm verwandt. Sein Halbbruder Maung Htoo lebt in einer nicht züchtenden Gruppe in Romaneche, Frankreich.

Unt Bwe+ ist an Futter interessiert. Auf der Außenanlage wird vornehmlich Weizenstroh gereicht. Dieses Stroh hat nur wenig Nährstoffe und wird halt stundenlang in riesigen Mengen verzehrt.

Im April 2017 starben sechs der sieben Bullen Vorort an einer Nahrungsmittelvergiftung. Euan+ starb zuerst, hernach die vier Söhne von Naing Thein, dann Unt Bwe+ und einzig der jüngste Dimas überlebte. Scheinbar hatte er weniger der mit Clostridien vergifteten Luzerne-Silage gefressen.


WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Elefantentagebuch, 7. Januar: Lausbuben unter sich ...
Asiatische Elefanten
Kühe: -
Bullen: Tsje Pyan | Aung Si (2002) | Kan Kaung (2002) | Than Myan (2002) | Euan (2004) | Unt Bwe (2006) | Dimas (2010)

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