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Der ZooParc de Beauval gehört zu den bedeutendsten Zoologischen Gärten Frankreichs. Er befindet sich unweit der Stadt Saint-Aignan im Département Loir-et-Cher. Auf einer Fläche von 35 Hektar werden ungefähr 10.000 Tiere gezeigt, darunter ca. 2200 Vögel und etwa 1500 Tiere im Aquarium. Der ZooParc de Beauval wurde 1980 als Vogelpark gegründet. 1989 kamen erste Raubkatzen und Affen hinzu. Seit 1991 hält der Zoo weiße Tiger, seit 1999 auch weiße Löwen. Wesentliche Erweiterungen in den 1990er Jahren waren der Bau der ersten Tropenhäuser, eines Vivariums und eines Aquariums sowie großer Anlagen für Seelöwen, Seekühe und einer afrikanische Savannenlandschaft. In den 2000er wurde auf einem Erweiterungsgelände des Zoos eine fünf Hektar große Freifläche für Afrikanische Elefanten ergänzt. Seit 2002 hält der Zoo auch zwei Große Pandas. 2013 erhielt der Zoo zum zweiten Mal in Folge die Auszeichnung als "Bester Zoo Europas in seiner Größenkategorie". Auf einer 2015 eröffneten neuen Anlage im Stile eines Amphitheaters wird eine halbstündige Flugshow verschiedener Vögel (Greifvögel, Eulen, Marabus, Pelikane und weitere Arten) geboten. Daran sind jeweils etwa 450 Vögel beteiligt. Im März 2016 wurde eine neue Anlage für Flusspferde eröffnet. Sie ist die größte ihrer Art in Europa. 2017 folgt die Erweiterung um eine neue große Löwenanlage. Im März 2017 nahm außerdem in Beauval die größte und modernste Zootierklinik Frankreichs den Betrieb auf. Es wurden 2,3 Millionen € investiert.


ElefantenhaltungBearbeiten

ElefantenanlageBearbeiten

Die Elefantenanlage wurde im Jahr 2003 errichtet. Sie gilt als die größte in Frankreich. Die Elefanten können sich dort auf Sand- oder Grasgelände bewegen und haben Bade- und Suhlgelegenheiten zur Verfügung. Im April 2017 wird ein 3.Bereich der Anlage eröffnet, der mit den beiden bisherigen verbunden ist. Außerdem wird ein neues Bullenhaus gebaut. Für die Besucher wird ein rundes Restaurant mit Aussichtsmöglichkeiten auf alle 3 Bereiche errichtet.

Haltung und ZuchtBearbeiten

Die ersten fünf Elefanten wurden 2003 per LKW und Schiff aus dem Longleat Safari Park in Wiltshire, England, nach Frankreich gebracht, wo sie am 12.03.2003 den ZooParc Beauval in St. Aignan erreichten. Es handelte sich dabei um die Kühe M'Bili, M'Kali und N'Dala, die 1992 aus Namibia nach Europa kamen, sowie Marge, die bereits seit 1989 in England lebte und den Bullen Limbo, der 1991 in Zoo Ramat Gan, Israel geboren wurde und seit 1992 in England lebte.

Obwohl es einen Bullen gibt, sich aber kein Nachwuchs einstellte, wurde die Option auf künstliche Befruchtung geprüft. Im April 2009 wurde N'Dala mit Unterstützung eines Teams des Instituts für Zoo- und Wildtierforschung in Berlin erstmalig mit Sperma des Bullen Jack aus dem englischen West Midlands Safari Park befruchtet, leider erfolglos. Das Prozedere wurde wiederholt, diesmal mit einer Mischung aus Sperma eines wilden Bullen aus Südafrika und Sperma von Limbo. N'Dala wurde tragend und brachte am 20.07.2012 ihren ersten Nachwuchs, den Bullen Rungwe zur Welt, der als der erste nach künstlicher Befruchtung gezeugte Elefant in Frankreich gilt. Als Vater des jungen Rungwe hat sich mittlerweile der zooeigene Bulle Limbo erwiesen. Bei M'Bili konnte nach einem 2.Versuch künstlicher Befruchtung eine Trächtigkeit Ende November 2010 festgestellt werden. Nach Berichten soll in diesem Fall erstmals Sperma für die AI eingefroren worden sein. Über den Verlauf von Tragzeit und Geburt ihres Nachwuchses ist wenig bekannt. Im Zusammenhang mit der Geburt von Rungwe wurde berichtet, dass M'Bilis Geburt nicht gut verlaufen sei und sie dabei starb. Die Umstände von Geburt und Tod und auch ein Todesdatum liegen nicht vor. Als Todesmonat wird Juli 2012 angegeben.

Im Februar und im Mai 2016 wurden erneut künstliche Befruchtungen bei N'Dala durchgeführt. Beide Versuche waren leider nicht erfolgreich.

Im Januar 2017 kündigte der Zoo an, dass im Frühjahr 2017 weitere Kühe die Herde erweitern werden. Es handelt sich offenbar um alle Kühe aus dem Knowsley Safari Park in England, nämlich Nala (geboren 2003 in Knowsley), ihre Mutter Tana (wild geboren 1987) sowie Ashanti (geboren 2003 in Knowsley) und Juba (wild geboren 1987).

Am 08.07.2017 trafen bereits Juba und Ashanti im ZooParc de Beauval in St. Aignan in Frankreich ein. Tana folgte am 20.10.2017, Nala folgt später.

Leider verstarb der Bulle Limbo am 8.4.2017, so dass momentan an eine Zucht nicht zu denken wäre.

Operation „Frozen Dumbo“Bearbeiten

Der Zoopark Beauval leistet einen großen Beitrag zum Thema Künstliche Befruchtung. Das Projekt der künstlichen Reproduktion entstand als Gemeinschaftswerk des IZW Berlin, des Zooparks Beauval, des Tiergartens Schönbrunn sowie des Zoos Pittsburgh (USA). Nach Gewinnung von Samen von 14 wilden Bullen aus dem Phinda Private Game Reserve in Südafrika in den Jahren 2009/2010 wurde in Zusammenarbeit mit dem IZW Berlin eine Samenbank eingerichtet. Der Samen wird im Zoo Beauval in Tanks bei -180°C gelagert und steht auch anderen Zoos zur Verfügung. Die künstliche Befruchtung war bis zu diesem Zeitpunkt hochkompliziert, weil frischer Samen genau zum richtigen Zeitpunkt des Eisprungs der Elefantenkuh von einem Zoo zum anderen geflogen werden musste. Mit dem Projekt „Frozen Dumbo“ kann gefrorener Samen aufbewahrt und zum optimalen Zeitpunkt für eine Besamung verwendet werden. Nutznießer waren bisher z.B. der Tiergarten Schönbrunn mit Tonga, der West Midland Safari Park in Bewdley mit Five, der Zoo Rhenen mit Duna und der Zoo Zlín mit Kali.

WeblinksBearbeiten


Elefanten im ZooParc Beauval, St. Aignan
Afrikanische Elefanten
Kühe: Marge | Juba | Tana | N'Dala | M'Kali | Ashanti (2003)
Bullen: Rungwe (2012)

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