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Der Zoo Duisburg wurde am 12. Mai 1934 als „Duisburg-Hamborner Tierpark am Kaiserberg“ gegründet. Der Zoo hat eine Fläche von ca. 16 Hektar.

ElefantenanlageBearbeiten

Die Elefantenanlage und das Elefantenhaus wurden Ende der 90er Jahre nach Plänen von P. Rasbach umgebaut. Alle Elefanten werden im direkten Kontakt gehalten, auch der noch aduleszente Bulle. Er wird aber schon im geschützten Kontakt trainiert, so dass eine Umstellung, sobald sie nötig wird, ohne Probleme erfolgen kann. Im Kuhhaus sind fünf Boxen vorhanden (gesamt etwa 185 qm), die untereinander verbunden sind. Leider ist die Fläche jedoch zu begrenzt, als dass sie von allen Elefanten komplett als Lauffläche genutzt werden könnte. Für die weitere Zukunft ist ein Anbau an das Elefantenhaus vorgesehen, in dem weitere (für Besucher nicht einsehbare) Boxen entstehen sollen. Diese dienen dann als Mutter/Kind-Ställe bzw. sollen durch besondere Sicherheitskonzepte auch für die Haltung von Tieren im geschützten Kontakt geeignet sein. Der Besucherbereich besteht aus einem verandaartigen Glasvorbau, der über einen Steg über die Badeteiche der Aussenanlage zu ereichen ist. Im Dach des Elefantenhauses sind drei kreisförmige UV-durchlässige Folienkissenfenster eingelassen, von denen zwei zur besseren Belüftung des Hauses angehoben werden können. Für den Bullen Shaka konnte 2002 ein seperater Bullenstall eingerichtet werden. Er besteht aus zwei geräumigen Boxen, die durch zwei Tore verbunden sind, so dass ein Rundlauf eingerichtet werden kann (dadurch kann Shaka auch nachts mit einer Kuh zusammengehalten werden). Das vor den beiden Ställen gelegene kleine Absperrgehege könnte später auch einmal überdacht werden und dann als dritte Box dienen.

AußenanlageBearbeiten

Zu beiden Seiten des Elefantenhauses erstreckt sich jeweils eine Außenanlage. Die größere der beiden (etwa 2000 qm) dient als Herdengehege, die kleinere (ca. 800 qm) als Bullen-bzw. Paargehege. Der zum Elefantenhaus führende Steg teilt die beiden Anlagen. Zu beiden Seiten des Steges ist ein Badeteich angelegt, als Sicherheitsabgrenzung dient eine Schilfzone. Die Anlagen sind mit Felsen und Schattenplätzen gut strukturiert und bestehen größtenteils aus Naturboden. Zur Gehegeabsperrung dient meist ein flach zulaufender bepflanzter Graben, im Bullengehege auch Kunstfelsen. Im Herdengehege und im Bullengehege sind Schlammsuhlen vorhanden. Es ist zudem möglich, zu bestimmten Zeiten die Elefanten (unter Pflegeraufsicht) durch eine Schaukelseilabsperrung zu füttern.

ElefantenhaltungBearbeiten

Schon 1937 begann sich der Zoo mit einem ersten (geliehenen) Elefanten von einem kleinen Tiergarten zu entfernen. Die ca. 3-jährige Rani konnte für 8 Wochen bewundert werden. Tagsüber war Rani im Gehege der Wasserbüffel zu sehen. Über Nacht kam sie in das alte Vogelhaus II. 1938 war "Steppu" auch wieder nur für wenige Wochen zu sehen. Die Gründe warum Duisburg damals keine eigenen Elefanten gehalten hat, waren die hohen Anschaffungs- und Unterhaltskosten: der Eintritt kostete damals 10 Reichspfennige, der Preis eines Elefanten lag bei 5.000 Reichsmark.

Mit dem Beginn des Zweiten Weltkrieges 1939 musste der Zoo dann geschlossen werden. Erst 1946 wurde der Zoo mit Tieren, die man aus dem Münchener Tierpark Hellabrunn geliehenen hatte, wieder eröffnet. 1953 konnte der Zoo den Erwerb des ersten eigenen Elefanten verzeichnen. Die Elefantendamen Meneki und Singora aus Thailand kamen nach Duisburg und zogen in das Elefantenhaus, dass sie sich mit den Giraffen teilen mussten. Im Jahre 1954 bekamen die Asiaten Gesellschaft durch eine Afrikanerin - Khandidja. 1961 zog wiederum eine Afrikanerin nach Duisburg - Ngbaya. Ngbaya gehörte der Unterart der Waldelefanten an. Mit ihr konnte der Duisburger Zoo gleich 3 Arten zeigen. Wenige Monate nach Ngbaya kam erneut ein afrikanischer Elefant. Der Zoo gab ihn jedoch bald wieder ab, weil es sich nicht um eine Kuh sondern um einen Bullen handelte. Damals war Duisburg noch nicht auf die Beherbergung eines Bullen ausgelegt. Die etwas 2-jährige Khari kam dafür im Gegenzug nach Duisburg. 1987 verstarb Singora an Herzversagen. 1986 zog Zimba ins Elefantenhaus ein. 1992 musste Meneki wegen zunehmenden Altersbeschwerden eingeschläfert werden. Khari lebte nur noch mit Zimba zusammen. Am 10.06.1995 brachen Eindringlinge nachts ins Elefantenhaus ein und entwendeten die Spendenbox. Zimba hat sich wohl so sehr erschrocken, dass sie stürzte und sich ein Bein brach. Trotz aller Bemühungen verbesserte sich Zimbas Zustand nicht, so dass sie eingeschläfert werden musste, um ihr weitere Qualen zu ersparen. So lebte Khari über ein Jahr lang allein.

Elefantenhaltung heuteBearbeiten

Anfang Juni 2006 verstarb Leitkuh Khari, die 30 Jahre im Zoo lebte, an einem Blinddarmdurchbruch. Der Jungbulle Shaka litt eine Zeitlang sehr unter ihrem Tod, da sie bei ihm anfangs die Mutterrolle übernommen hat. Khari war die Leitkuh der kleinen Duisburger Gruppe. Nach ihrem Tod hat Daisy diese Position übernommen. Das alte Elefantenhaus wurde umgebaut. Um Platz zu schaffen, gab man vorübergehend die Giraffenhaltung auf. Der Besucherraum wurde zugunsten von 5 Boxen verkleinert. Auf Ankettung der Elefanten konnte seither verzichtet werden. Der Bulle Shaka bekam im Jahre 2001 sein eigenes Reich. 2002 wurde die Außenanlage nochmals vergrößert. Nachdem die Haltung asiatischer Elefanten im Zoo Duisburg 2008 durch Abgabe des letzten Tieres beendet wurde, leben in diesem Zoo nur noch afrikanische Elefanten. Während vorher nur weibliche Tiere gehalten wurden, begann 1996 mit dem jungen Bullen Shaka die Ära der Bullenhaltung, von der man sich Zuchterfolge erhoffte. Zusammen mit den jungen Kühen Saiwa und Etosha kam Shaka aus Lissabon nach Duisburg. Weiter gehört noch die etwas ältere 1985 geborene Kuh Daisy, die 2001 aus einem Zirkus nach Duisburg kam, zur gegenwärtigen Elefantengruppe.

Obwohl die drei jüngeren Elefanten jetzt auch schon über zwanzig Jahre alt sind, hat sich in Duisburg leider noch kein Zuchterfolg eingestellt. Obwohl Shaka die Kühe deckt, kam es bis jetzt noch zu keiner Geburt. Möglicherweise ist das Zusammenleben der kleinen Herde zu harmonisch und durch zu wenig Aufregung, die besteht, weil kein zweiter Bulle und auch kein dominantes Weibchen vorhanden ist, die Chance nur gering, dass Konfliktverhalten wie Kämpfen , Drohen, Siegen, Einschüchtern, Flüchten usw. den Zuchtbullen Shaka derart aktivieren könnte , dass der Testosteronspiegel so hoch wird, dass eine der Kühe trächtig wird.

Wenn man bedenkt, dass Elefantenkühe möglichst vor ihren 25. Geburtstag das erste Mal werfen sollten, damit die Wahrscheinlichkeit für Geburtskomplikationen nicht zu hoch wird, muss man sich in Duisburg doch fragen, was man in nächster Zukunft machen könnte, damit es bei den Elefanten doch noch zu Zuchterfolgen kommen könnte. Maßnahmen, die helfen könnten, einen Zuchterfolg zu erreichen, wären z.B. das zeitweilige Einstellen eines zweiten Bullen. Wenn das aus Unterbringungsgründen im Zoo unmöglich ist, könnte man Shaka auch für ein paar Monate in einem anderen Zoo mit einem zweiten Bullen vergesellschaften und ihn dann, wenn die Duisburger Kühe in Hitze sind, in die Herde zurück zuführen. Das Vergesellschaften vorher erfolglos züchtender Tiere nach einer Trennung, hat in zoologischen Gärten schon zu so manchem Zuchterfolg geführt.

Seit 2012 wird neben den Bullen auch mit den Kühen im geschützten Kontakt gearbeitet. Es gab einen Unfall bzw. Angriff der Kuh Saiwa auf einen Pfleger und danach wurde diese abgetrennt und teilte sich mit dem Bullen Shaka das Bullengehege und einen der beiden Bullenställe, sowie den kleinen vom Besucher nicht einsehbaren allseitig mit Betonwänden umschlossenen Kral. Eines Tages duldete Shaka Saiwa nicht mehr auf seiner Anlage. Danach lebten sie zwei Jahre lang abwechselnd allein auf der Außenanlage, bzw. den Doppelstall und Kral.

Im Frühjahr 2014 wurden dann auch die beiden Tore des Elefantenstalles mit den fünf 'Tortenstücken' für die drei Kühe zu den Außenanlagen auf geschützten Kontakt umgebaut. Das Elefantenhaus als Rundbau bedurfte einer besonderen Schiebetür, welches durch Kunstfels versteckt, jetzt außen vor der Wand eingesetzt werden konnte. Hernach konnten die drei Elefantenkühe wieder für die Pfleger gefahrlos zusammen geführt werden.

Da weder der Bulle Shaka noch die Spezialisten vom IZW aus Berlin, auch mit Sperma von anderen Bullen, eine der Kühe tragend bekommen hat, wurden alle Zuchtbemühungen im Zoo Duisburg offiziell eingestellt. Die kleine Hoffnung dass es auf natürlichen Wege trotzdem noch was wird, besteht weiterhin. Bei der Kuh Etosha hat das IZW nach Ultraschalluntersuchungen Myome festgestellt, daher trägt sie ein erhöhtes Risiko bei einer eventuellen Schwangerschaft.

Auf Empfehlung des zuständigen Zuchtbuchführers soll Shaka nun sein Liebesglück im Wiener Tiergarten Schönbrunn finden. Am 26.07.2016 wurde er - begleitet von seinem langjährigen Duisburger Pfleger Peter Schröer - nach Schönbrunn transportiert. Dort soll er alsbald seine neuen Weibchen kennen und lieben lernen, denn jetzt ruhen alle Hoffnungen darauf, dass Shaka für den ersehnten Elefantennachwuchs sorgen wird.

WeblinksBearbeiten

Elefanten im Zoo Duisburg
Afrikanische Elefanten
Kühe: Daisy | Etosha | Saiwa
Bullen: -

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