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Der Zoologische Garten Frankfurt (zeitweise auch Zoo Frankfurt) wurde 1858 in Frankfurt am Main eröffnet und ist damit (nach dem Zoo Berlin) der zweitälteste Tierpark Deutschlands.

GeschichteBearbeiten

Der Zoo Frankfurt am Main wurde aufgrund einer Initiative von Bürgern für Bürger ins Leben gerufen. Am 8. August 1858 öffnete der Frankfurter Zoo erstmals seine Pforten. Damit handelt es sich um den zweitältesten öffentlichen Zoo in Deutschland. Damals war er noch eine Probeeinrichtung und befand sich auf einem gepachteten Gelände nahe der Bockenheimer Landstraße. Doch mit zunehmender Entwicklung erwies sich diese Fläche als zu klein. Ende 1872 wurde dem Zoo der Umzug auf das heutige Gelände genehmigt. Bereits ein Jahr später begannen die Bauarbeiten. Im neuen Zoo entstanden zahlreiche neue Tieranlagen. Um Geld zu sparen wurde darüber hinaus beschlossen, die auf dem alten Gelände befindlichen Tierhäuser abzubauen und im neuen Zoo wiederzuerrichten. Die Eröffnung des neuen Zoogeländes in Frankfurt erfolgte am 29. März 1874.

ElefantenhaltungBearbeiten

GeschichteBearbeiten

Elefanten wurden im Frankfurter Zoo bereits seit den frühen Anfangsjahren gehalten. Nach der gravierenden Zerstörung durch den Bombenhagel im Zweiten Weltkrieg wurde der Frankfurter Zoo ab 1945 von Bernhard Grzimeck energisch wieder aufgebaut. Unter seiner Leitung entstanden zahlreiche neue - für damalige Verhältnisse sehr moderne und wegweisende - Tieranlagen. Auch wurde das Elefantenhaus renoviert und modernisiert. Während der Grzimekära konnte auch ein seltener Waldelefant gezeigt werden, welcher bisher nur dreimal nach Deutschland importiert wurde.

Grzimecks Nachfolger dagegen leiteten den Zoo weniger innovativ. Zudem gab es kaum Investitionen zur Realisierung neuer Tieranlagen und Renovierungsarbeiten. So kam es, dass allmählich viele der einst vorbildlichen Gehege und Häuser veralteten. So auch das Elefantenhaus. Ab den 80er Jahren erwies sich die Frankfurter Elefantenhaltung als nicht länger zeitgemäß. 1984 wurde der letzte Indische Elefant an den Tierpark Hagenbeck in Hamburg abgegeben. Damit endete die traditionsreiche Geschichte der Elefantenhaltung im Frankfurter Zoo. Die Elefantenhaltung musste aufgegeben werden, da sowohl Platzverhältnisse, als auch Technik eine artgemäße Unterbringung nicht mehr ermöglichten.


ElefantenanlageBearbeiten

Die Elefantenanlage bestand aus einer kleinen Außenstandfläche, welche besucherseitig von einem Absperrgraben umgeben war. So war es möglich, den Elefanten besonders nahe zu kommen. Der Boden des Geheges bestand aus Sand. Eine kleine Wasserstelle war ebenfalls vorhanden. Aufgrund der sehr kleinen Fläche war die Haltung von Bullen nicht möglich. Überhaupt konnten nie mehr als drei Elefanten zeitgleich gehalten werden. Um die Elefanten zu beschäftigen, wurden mit ihnen kleine Dressurarbeiten gezeigt - dies galt noch in den 90er Jahren als Alltag für unterbeschäftigte Zooelefanten.

ElefantenhausBearbeiten

Die Elefantenplattform im Dickhäuterhaus befand sich am Ende der Mittelachse des Gebäudes. Dem eintretenden Besucher fielen daher die Elefanten sofort ins Auge, während er die links untergebrachten Flusspferde und die rechts gehaltenen Nashörner erst beim Rundgang durch das Haus bemerkte. Die grün geflieste Innenstandfläche der Elefanten war - wie die Außenanlage - durch einen Graben begrenzt. Dies machte eine Ankettung nötig.

Dickhäuterhaus heuteBearbeiten

Seit der Aufgabe der Elefantenhaltung 1984 leben nur noch Flusspferde und Spitzmaulnashörner im Frankfurter Dickhäuterhaus. Das frühere Elefantengehege sowie die dazugehörige Innenstandfläche blieb erhalten und wird heute von den Nashörnern genutzt.

ZukunftBearbeiten

Bereits seit den 80er Jahren ist angedacht in der Main-Metropole Frankfurt einen zusätzlichen großflächigen Außenzoo vor den Toren der Stadt zu gründen. Die Pläne für diesen Landschaftstiergarten sind erarbeitet und warten auf finanziell bessere Zeiten, um realisiert zu werden. Im Rahmen dieses Projektes sollen nicht nur neue moderne Anlagen für Huftiere wie Giraffen, Zebras, Antilopen etc. entstehen, welche derzeit noch recht beengt im Innenstadtzoo untergebracht sind. Auch ist im Außenzoo die Wiederaufnahme von Tierhaltungen geplant, die im Stadtzoo bereits eingestellt wurden. Neben einer großen Eisbärenanlage soll dort auch eine großzügige moderne Elefantenanlage entstehen, in der die Haltung einer ganzen Herde und mehrerer Bullen möglich sein soll. Mit der Elefantenanlage im Außenzoo könnte man sich in Frankfurt somit erstmals auch an der Elefantenzucht beteiligen.

WeblinksBearbeiten

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