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Zoo Leipzig

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Der Zoologische Garten Leipzig ist eine 22,5 ha große, parkartig gestaltete und äußerst sehenswerte Grünanlage nordwestlich der Leipziger Altstadt, in der ca. 900 Tierarten gehalten und präsentiert werden. Sie grenzt an das Rosental, einen Stadtpark. Seit 1. April 2003 erzählt die Zoo-Doku Elefant, Tiger & Co. des MDR Geschichten aus dem Leipziger Zoo.

GeschichteBearbeiten

Der Leipziger Zoo wurde am 9. Juni 1878 durch den Leipziger Gastwirt Ernst Pinkert (1844-1909) als privater zoologischer Garten auf dem Ratsgut Pfaffendorf gegründet (als 23. Tiergarten in Europa). Pinkert war seit 1873 Inhaber der Restauration „Zum Pfaffendorfer Hof“ und stellte hier schon seit 1876 mit seinem Partner, dem Hamburger Tierhändler Carl Hagenbeck, exotische Tiere aus um noch mehr Publikum anzulocken. In dieses Jahr fiel auch der Baubeginn des alten Raubtierhauses. Es wurden erstmalig in Deutschland Orang-Utans der Öffentlichkeit gezeigt. 1883 fand eine Geländeerweiterung auf 3 ha statt. Am 1. Januar 1899 wurde das Privatunternehmen in die Aktiengesellschaft „Zoologischer Garten zu Leipzig“ umgewandelt.

Durch den ersten Weltkrieg finanziell ruiniert und verwüstet, übernahm 1920 die Stadt Leipzig den Zoologischen Garten um zumindest das Nötigste schnell zu reparieren. Als neue Einnahmequelle erwies sich der Verleih von Tieren an Filmproduktionen, in denen selbst der Direktor des Zoos mitspielte, damit die Tiere eine Vertrauensperson hatten. Zwischen 1920 und 1935 wurde das Gelände auf 12,5 ha erweitert. Kriegsbedingt geschlossen, wurde der Zoologische Garten bereits am 6. Mai 1945 wieder eröffnet und schon 1947 das Gelände auf 16 ha vergrößert. Im Jahr 1973 wurde dem Leipziger Zoologischen Garten die Führung des Internationalen Tigerzuchtbuches übertragen, das seit 1976 jährlich veröffentlicht wird und zu den Umfangreichsten für eine bedrohte Tierart zählt. Mit 342 Geburten von Amurtigern in 40 Jahren ist der Leipziger Zoo der beste Züchter.

Erweiterungen und NeubautenBearbeiten

1900 Bau vom "Neuen" Raubtierhaus, Affenhaus, Verwaltungs- und Hauptgebäude (heute Kongresshalle)
1910 Bau des Aquariums
1913 Anbau des Terrariums
1926 Eröffnung des Elefantenhauses
1927 Erweiterung des Zoogeländes auf 12,5 ha
1928 Errichtung der großen Flugkäfige, des Zierentenbeckens und der Raubtierfreianlagen; Aufstellung des Jason-Denkmals
1929 Fertigstellung der Bärenburg
1934 werden die Rhesus-, Pavian- und Pinguinanlagen errichtet
1935 Eröffnung des Tierkindergartens
1947 Erweiterung des Zoogeländes auf 16 ha
1969 Fertigstellung des Vogelhauses mit Freiflughalle, Gründung der Zooschule
1976 Erweiterung des Zoogeländes auf 22,5 ha, Fertigstellung der Huftierfreianlagen an der Rosentalwiese
1992 Fertigstellung des Aquarium-Neubaus
1996 Umbau des Wasservogelteiches
1997 Neugestaltung der Nashorn- und Anoagehege, Eröffnung des umgebauten Terrariums
1998 Fertigstellung der neugebauten Robbenanlage
2001 Eröffnung der Löwensavanne "Makasi Simba", Fertigstellung von "Pongoland", der weltgrößten Menschenaffenanlage
2002 Eröffnung der Lippenbären-Schlucht und des "Entdeckerhauses Arche"
2003 Eröffnung der "Tiger-Taiga", Fertigstellung des Zoo-Verwaltungsgebäudes
2004 Fertigstellung des Parkhauses und der Kiwara-Savanne
2005 Erweiterung des Safarishops im Eingangsbereich, Neueröffnung der sanierten Asiatischen Freiflugvoliere
2006 Eröffnung des Elefanten-Tempels Ganesha Mandir

DirektorenBearbeiten

1899-1909 Ernst Pinkert
1910-1935 Johannes Gebbing
1935-1955 Karl Max Schneider
1955-1957 Heinrich Dathe
1957-1963 Ludwig Zukowsky
1964-1993 Siegfried Seifert
1993-1997 Peter Müller
aktuell Jörg Junhold

PongolandBearbeiten

Die größte Menschenaffenanlage der Welt ist seit April 2001 eine Hauptattraktion des Leipziger Zoos. Ein Dschungelpfad führt auf verschlungenen Wegen in das Affenparadies. Im "Pongoland" sind alle vier Arten der großen Menschenaffen, die Gorillas, die Schimpansen, die Bonobos und die Orang-Utans zu bewundern. Der über 30 Millionen Mark teure und 30.000 Quadratmeter große Bau beherbergt ungefähr 60 Tiere. Sie wurden vom Europäischen Erhaltungszuchtprogramm vermittelt und kamen aus verschiedenen Zoos nach Leipzig. Der Bau der Anlage wurde zum größten Teil von der Max-Planck-Gesellschaft finanziert. Deren neu gegründetes Institut für evolutionäre Anthropologie nutzt das gesamte "Pongoland", um die Menschenaffen zu beobachten und mehr über ihre Fähigkeiten zu erfahren. Daher entdeckt der Besucher überall Aussichtspunkte und kleine Beobachtungstürme, von denen aus die Wissenschaftler ihre Studien betreiben.

ElefantenhaltungBearbeiten

Siehe Hauptartikel Ganesha Mandir

Der Zoo Leipzig blickt auf eine lang Elefantenhaltung zurück. 1926 wurde das Elefantenhaus erstmals eröffnet. Das alte Elefantenhaus besitzt eine beeindruckende denkmalgeschützte Klinkerfassade. Die Anlage setzte zum Zeitpunkt des Neubaus Maßstäbe - erstmals konnten Elefanten ohne Gitter betrachtet werden. Diese Haltung hatte aber auch eine Schattenseite: Zur Absperrung musste ein tiefer Graben angebracht werden - und damit war eine Ankettung der Elefanten notwendig. Erst in den 90ern wurde dann zuerst der Graben durch Schaukelseile gesichert und die Elefanten konnten ohne Ankettung in zwei großen Boxen gehalten werden.

Nachdem die Elefanten in Leipzig über viele Jahrzehnte mit einem nur etwa 350 qm großen Aussengehege Vorlieb nehmen mussten, begann man im Rahmen des "Zoo der Zukunft"-Konzeptes mit dem Bau neuer Aussenanlagen. Durch die Geburt von Voi Nam wurde der erste Bauabschnitt (ursprünglich für 2004 geplant) vorgezogen, und im Jahr 2002 in Rekordzeit ein großes Aussengehege (das heutige Bullengehege), ein Elefantenbullenstall und ein kleineres, für Besucher nicht einsehbares Absperrgehege errichtet. Durch die eilige Fertigstellung hatte die Anlage die ersten Monate einen noch etwas provisorischen Charakter (u.a. graue Betonwände), wurde aber dann ab 2004 im Stil einer verfallenen, asiatischen Tempellandschaft umgestaltet. 2006 wurde dann ein großes Herdengehege und ein kleineres Mutter-Kind-Gehege eröffnet. Die neue Anlage trägt den Namen Ganesha Mandir.

Der Leipziger Zoo hält die ELefanten in zwei Herden:

- Trinh, Don Chung, Rani und Hoa

- Saida und Thura

WeblinksBearbeiten

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