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Am 12. Februar 1864 wurde auf Initiative von Biologen der Russischen Kaiserlichen Gesellschaft für Akklimatisation von Pflanzen und Tieren in Moskau der erste Tiergarten in Russland eröffnet. Als der Zoo Moskau eröffnet wurde, besaß er schon etwa 80 Arten und 200 Individuen wilder Tiere und über 100 Exemplare von Haustieren. Meist waren es Vertreter der russländischen Fauna: Bären, Wölfe, Füchse, Dachse, Marderartige, Hasen, Eichhörnchen, Igel, Hirsche, Falken, Habichte, Uhus und andere Eulenvögel, Großtrappen, Kraniche, Reiher, Enten und andere. … Während der Ereignisse der Jahre 1905 und 1917 befand sich der Tiergarten im Zentrum revolutionärer Kämpfe. Er hat stark gelitten: Gebäude wurden zerstört, viele Tiere starben, die Bibliothek brannte. Nach der Oktoberrevolution beendete die Gesellschaft für Akklimatisation von Tieren und Pflanzen ihre Existenz, im Jahre 1919 wurde der Tiergarten verstaatlicht. Im Jahre 1922 wurde er dem Moskauer Sowjet unterstellt und seither von den städtischen Behörden finanziert. … Der Zoo setzte seine Arbeit auch während des Großen Vaterländischen Krieges fort. Obwohl viele Tiere evakuiert werden mussten, wurde der Zoo nicht einen Tag für die Besucher geschlossen. In dieser Zeit besuchten den Zoo Kinder, Militärangehörige, die an die Front gingen, Patienten der Hospitäler. … Anfang der 1990er Jahre beschloss die neue Regierung Moskaus die notwendige Runderneuerung des Moskauer Zoos. Der Abschluss der Rekonstruktion fiel zusammen mit den 850-Jahr-Feiern der Stadt im Jahre 1997. Während der Rekonstruktion wurde über 50 neue Objekte errichtet und praktisch die gesamte ingenieurtechnische Infrastruktur erneuert. Zu den neuen großen Anlagen gehören "Haus der Vögel", "Katzen der Tropen", Becken für Robben auf dem Alten Gelände, "Haus der Affen", "Huftiere der Tropen" und der Pavillon für Wasservögel auf dem Neuen Gelände. Restauriert und verbessert wurden "Polarwelt", "Insel der Tiere" mit dem Exotarium und andere. Von 1990 bis 1997 wurde der Zoo grundlegend modernisiert und auf seine heutige Fläche von rund 21,5 Hektar erweitert.

Seit 1996 hat der Zoo eine Aufzuchtstation für seltene und wertvolle Tierarten in der Nähe der Stadt Wolokolamsk, etwa 100 km von Moskau entfernt, mit einer Fläche von etwa 200 ha. Die ersten Bewohner der Aufzuchtstation des Zoos waren Greif- und Wasservögel. Auf dem Gelände der Aufzuchtstation gibt es eine interessante Kollektion von Haushuhnrassen, einen Pferdestall, eine Zuchtstätte für Hunde, vorwiegend mittelasiatische Schäferhunde, eine kleine Wachtelfarm und eine Geflügelfarm zur Produktion von Hühnereiern. Auf einer speziellen Farm in Lotoschino - einer Hilfswirtschaft des Zoos – werden großes und kleines Hausvieh gehalten. Hier lebt der Grundbestand der Trampeltiere und Yaks. Die Nebenwirtschaft umfasst etwa 51 ha Fläche mit Heuwiesen, Viehweiden, Schafstall und Imkerei. Sie gibt dem Zoo die Möglichkeit, ökologisch reines Futter für seine Tiere zu erhalten. Die Aufzuchtstation des Zoos wächst, ihr Bestand wächst ständig. Gegenwärtig werden in ihr zehn Arten von Raubsäugetieren, sechs Huftierarten, 74 Vogelarten und zahlreiche Haustiere gehalten. Der Moskauer Zoo befindet sich praktisch im Zentrum der Stadt, doch sein Territorium ist etwa 22 ha groß. Im Zoo werden über 8.000 Tiere gehalten, die über 1.000 Arten der weltweiten Fauna angehören. Bei einigen Arten gelang dem Moskauer Zoo die Welterstzucht. Der Zoo verkauft im Jahr etwa zwei Millionen Eintrittskarten.

Asiatische Elefanten waren oft Staatsgeschenke an den russischen Zaren, so auch Mawljuk der als 20-jähriger 1871 in den Zoo eingestellt wurde und mit ca. 50 Jahren im Winter 1903/4 verstarb. 1878 kam auch ein einzelner afrikanischer Elefant nach Moskau. Nach 1930 bekam das winzige Außengehege einen 'modernen' Absturzgraben der am Rand mit Nagelspitzen versehen war. 'Shango' hieß die 'Elefantenpersönlichkeit' im Zoo. Er kam 1940 aus Wolgograd und hat den Krieg erstaunlicherweise im Zoo Moskau überlebt. Er war der Vater von Moskwitsch *3.8.48 gest. 1970 in Baku, und von Karat *25.08.52, gest. 1993 in Nikolajew. Das dritte im Zoo geborene Elefantenkalb wurde 1986 nach einer 'Hochzeitsreise' in den Zoo Perm von Zita+ geboren und verstarb nach 26 Tagen. Zita+ züchtete danach im Zoo Riga mit Radza, gest. 2013 im Zoo Emmen.

Pamir, der Bulle ist mittlerweile 37 Jahre alt und kam zusammen mit seinen Partnerinnen Pepita und Prima (+2013) am 22.Januar 1985. Pepita ist ein Jahr jünger also 1981 geboren und zusammen haben sie zwei Söhne und eine Tochter. Grand der älteste Sohn von 1995 kam mit vier Jahren nach Yerewan in Armenien und lebt seit September 2014 im Zoo von Tiflis in Georgien. Pobeda von 2009 lebt genauso wie Filimon von 2017 noch im Geburtszoo.

Ein halbes Jahr nach den vietnamesischen Neuzugängen wurden auch drei afrikanische Elefanten aus dem Krüger Nationalpark importiert. Die 1983 geborenen Kälber hießen 1,0 Ed und 0,2 Betty und Greta. Viele Jahre mussten diese Elefanten in erbärmlichen Provisorien dahinvegetieren.

Bis endlich im Jahre 2002 Regierung und Stadtduma dem Zoo die notwendigen finanziellen Mittel für ein neues Elefantenhaus zur Verfügung stellten. Das Elefantenhaus wurde 2003 eröffnet. In 2007 wurden die afrikanischen Elefanten abgegeben. Jedoch verstarb Ed bei der Verladung. Betty und Greta lebten einige Jahre in Spanien und verstarben 2014 an/mit TBC in Holland.

Ein Bullentausch wäre für den Zoo Moskau jetzt angebracht, damit die Tochter Pobeda einen Zuchtpartner findet. Auch im Zoo Rostow am Don sollte der Bulle getauscht werden, also Yoma und Pamir bitte den Platz tauschen.

Im Zoo Moskau leben derzeit:

LiteraturBearbeiten

  • Elefanten in Zoo und Circus, Nr.1 vom März 2002, Seite 20-21: Moskauer Geschichten

WeblinksBearbeiten

http://www.moscowzoo.ru/about-zoo/history/