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Anfänge der Elefantenhaltung in La FlécheBearbeiten

Im Zoo von La Fléche werden seit 1963 Elefanten gehalten. E wurden aber nie mehr als zwei Tiere gehalten. Das erste Tier war das Asiatenweibchen Roha, die 1963 nach La Fléche kam und elf Jahre später (1974) als erst fünfzehnjähriges Tier starb. 1966 kam das Afrikanerweibchen Dinga nach La Fléche, über deren Schicksal leider nichts genaues mehr in den Datenbanken zu lesen ist. Allerdings scheint sie länger in La Fléche gelebt zu haben, da es Fotos von ihr aus den Achtziger Jahren gibt. Das genaue Sterbedatum ist, wie übrigens bei vielen Elefanten aus Frankreich, nicht so genau bekannt. Als Nachfolger Rohas kam 1976 der asiatische Bulle Kali in den Zoo La Fléche. Er lebte dann 20 Jahre dort, ehe er 1996 verstarb. 

Neue Elefantenanlage 1998 -Haltung von AfrikanerkühenBearbeiten

Um Elefanten ihrer Natur entsprechend nicht als Einzeltiere halten zu müssen und deshalb immer wenigstens zwei dieser Tiere in La Fléche halten zu können, wurde nach dem Ableben des Asiatenbullen Kalis eine neue Anlage, die 1998 eröffnet wurde, errichtet. Man hatte sich für die Haltung von Afrikanerkühen entschieden und so kamen 1998 die beiden Kühe Kara und Katka aus Krakau nach La Fléche. Die beiden ca. 1970 geborenen Kühe, die von klein an zusammen waren, lebten dort fünf Jahre bis zum Tod von Kara im Jahre 2003. Danach wurde Kara durch die Afrikanerkuh Sabi, die etwa im selben Alter war, ersetzt. Leider schien das Zusammenleben von Katka und ihrer neuen Gefährtin Sabi nicht so harmonisch gewesen zu sein, denn es kam 2005 zu einem tragischen Zwischenfall, bei dem Sabi durch einen Streich/Hieb Katkas getötet wurde.

Diese Tötung zeigt, dass keinesfalls nur Bullen oder Muttertiere bei den Elefanten sehr gefährlich sein können. Generell ist die Umplatzierung von erwachsenen Kühen und das Eingliedern in eine neue Gruppe immer sehr problematisch. Nicht immer stellt sich ein harmonisches Zusammenleben bei den Tieren ein, die normalerweise in blutsverwandten Familien mit einem gewissen Generationsunterschied leben, der Rangordnungspositionierungen erleichtert.

Kara und Katka hatten auch ähnlich klingende Namen mit "Ka" als gleichklingende, die Synchronisation erleichternde Vorsilbe in ihrem Namen, während Sabis Name hinsichtlich der Vokale und des Anfangbuchstabens unterschiedlicher war. Elefantenweibchen sind Tiere, die sehr zur Synchronisation neigen. Natürlich ist das nicht der einzige Faktor bei der Zusammenführung einander unbekannter Tiere, bei der, wie auch bei den Menschen, viele verschiedene Faktoren über den Verlauf der Zusammenführung und das aneinander Gewöhnen bestimmend sind.

Nach der Tötung Sabis durch Katka wurde diese in eine andere Haltung (Danzig) abgegeben. Man beschloß, es mit einem anderen Geschlecht und einer anderen Altersgruppe, nämlich jüngeren, männlichen Tieren, die vor der Zuchtreife am besten in Männchengruppen leben sollten, um arteigenes Sozialverhalten entwickeln zu können, zu versuchen.


  Jungbullenhaltung in La Fléche von 2006 - 2011 - Pembe und AkiliBearbeiten

Junge Elefantenbullen im Zoo müssen keineswegs so lange unter der Führung und Leitung des Muttertieres leben, wie entsprechende jungen männliche Tiere in freier Wildbahn, die viel länger den Schutz des Muttertieres brauchen. Wenn das Muttertier im Zoo ein neues Jungtier wirft, was bei Pembes und Akilis Müttern der Fall war, kann es im Zoo Zeit sein, ein neues Zuhause für die jungern Bullen zu suchen.

Während weibliche Jungelefanten großes interesse an jüngeren Geschwistern entwickeln, haben männliche Jungelefanten andere Vorlieben. Ihr Verhalten ist konkurrierender, weniger helfend-sozial und familienorientiert. Gerade wenn die Mutter mit einem neuen Kalb beschäftigt ist, ist ein ca. gleichaltriger Spielgefährte des gleichen Geschlechts für die jungen Bullen die beste Option des Sozialverhaltens. Wenn   Elefantenpfleger mit einem jungen männlichen Elefanten spielen und sich herumschieben lassen, sind Verletzungen und Unfälle vorprogrammiert.

Pembe ist der vorletzte Sohn der Ramat- Ghan Elefantin Bahati . Sie war 2001 als sie Pembe geboren hat ca. vierzig jahre alt. Pembe ist ein Inzucht - Elefant, denn sein Vater ist der ebenfalls von Bahati geborene Ramat-Ghan - Bulle Yossi . Akilis Mutter ist die bereits verstorbene Kuh Norris .

Pembe entwickelte sich, wohl auch weil er älter ist als Akili, zu einem dominanteren Tier, während Akili ruhiger und auch gelassener ist. Er ist als Zweiter in der Rangposition gewissermaßen in einer Wartestellung, deshalb auch geduldiger und ausgeglichener als das ranghöchste Tier in der Haltung, sein Bruder Pembe.

Pembe und Akili wurden 2012 nach Toulouse abgegeben, wo erhofft wird, dass sich mit der jungen Kuh Matibi Zuchterfolge ergeben, die bei den Afrikanern noch viel zu selten sind. Matibi ist eine südafrikanische Steppenelefantin, während Pembe und Akili die Nachkommen ostafrikanischer Elefanten sind. Ob die unterschiedliche geographische Herkunft der Tiere die Wahrscheinlichkeit auf erfolgreiche Nachzucht verringert, ist nicht ganz klar. Biologisch betrachtet gehören sie der gleichen Art an. Man muss aber bedenken, dass der Artbegriff in der Biologie sehr variabel ist und oft auch neu definiert werden kann, wenn man z. B. entdeckt, dass doch Fortpflanzungsbarrieren bestehen, die ja keineswegs immer absolut sein müssen. Oft ist die Chance auf Nachkommen einfach unterschiedlich, je nachdem welcher Partner zur Verfügung steht. 

Paarungen mit Matibi haben inzwischen schon stattgefunden. Dass es zu einer Trächtigkeit gekommen ist, wurde noch nicht bekanntgegeben.

Jungbullenhaltung : Boten und Bou  BouBearbeiten

Die 2006 geborenen Jungbullen Boten (Pembes jüngerer Bruder) und Bou Bou, eine Nachzucht aus dem Serengeti Park Hodenagen in Deutschland sind die Nachfolger der beiden ersten Jungbullen Pembe und Akili. Vermutlich wird man sie in einigen Jahren auch an einen anderen Zoo abgeben, um sie dort als Zuchtbullen einsetzen zu können.

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